{"id":264,"date":"2017-10-10T19:31:12","date_gmt":"2017-10-10T17:31:12","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=264"},"modified":"2017-10-10T19:32:29","modified_gmt":"2017-10-10T17:32:29","slug":"5-artikel-fruehling-1954","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/5-artikel-fruehling-1954\/","title":{"rendered":"5. Artikel, Fr\u00fchling 1954"},"content":{"rendered":"<p><b>&#8222;Die lebendige Substanz als Grundlage der\u00a0Gesundheit&#8220;\u00a0<\/b><\/p>\n<p>Das Wesen einer Krankheit ist zu begreifen im Wesen des Lebendigen selbst.<br \/>\nDas Lebendige offenbart sich uns als das, was wir lebendige Materie nennen und tritt in seinen h\u00f6heren Organisationsformen (Pflanze, Tier, Mensch) f\u00fcr uns sichtbar in Erscheinung.<br \/>\nKeine\u00a0dieser\u00a0Organisationsformen ganz gleich ob es sich um Tiere, Pflanzen oder Mikroben handelt, existiert als isoliertes Individuum, sondern ist ebenso Teil eines unbegreiflichen Ganzen, wie die lebendige Materie an sich in allen ihren Erscheinungsformen einem h\u00f6heren\u00a0Gesetz gehorcht.<br \/>\nDas tiefste Wesen der Krankheit aber ist nur zu begreifen als ein Heraustreten aus der biologischphysiologischen Ordnungsgemeinschaft der unteilbaren Ganzheit &#8222;Sch\u00f6pfung&#8220;.<\/p>\n<p>Die Medizin des vorigen Jahrhunderts hat die Krankheit zun\u00e4chst als individuelle pathologische Erscheinung betrachtet und sie meist mit Chemieeinsatz bek\u00e4mpft und die allgemeine und die individuelle Hygiene begr\u00fcndet.<\/p>\n<p>Die Erfolge dieses Bestrebens waren u.\u00a0a.\u00a0die aseptische Operation, die Asepsis bei Geburt und Wochenbett und die Ausrottung vieler Seuchen.<br \/>\nEntartungserscheinungen beginnen\u00a0sich jedoch zu zeigen.<br \/>\nZunehmende Entartungserscheinungen hingegen werden sichtbar bei den Kulturpflanzen und beim Humusorganismus des Ackerbodens.<br \/>\nWas die Natur macht ist immer richtig.<br \/>\nUnd wenn es auf der Erde Krankheitserreger und Sch\u00e4dlinge gibt, so hat das einen guten Grund.<br \/>\nEs w\u00e4re ganz widersinnig anzunehmen, sie seien prinzipiell unerbittliche Feinde gesunder Lebewesen.<br \/>\nSie sind in Wirklichkeit die Feinde des nicht mehr Gesunden.<br \/>\nWenn wir die Ursache von Krankheiten suchen, so finden wir sie nicht in Form der Erreger, die den einzelnen Organismus zerst\u00f6ren, sondern innerhalb dieses Organismus selber.<br \/>\nKrankheitskeime gibt es immer und \u00fcberall.<br \/>\nEs w\u00e4re sinnlos sich vorzustellen, dass man sie ausrotten k\u00f6nnte.<br \/>\nMit ihrer Hilfe erh\u00e4lt die Natur ihre biologische Ordnung und wo sie in Massen auftreten, da ist diese Ordnung gest\u00f6rt.<\/p>\n<p>Die biologische Wertigkeit bzw.\u00a0die Gesundheit eines Organismus liegt in seinem Bestand an lebendiger Materie begr\u00fcndet bzw.\u00a0im lebendigen Gehalt aller seiner verschiedensten Zellkerne.<br \/>\nEine Schw\u00e4chung bzw.\u00a0Degeneration der Zellkerne wird sehr leicht durch Fehl- oder Mangelern\u00e4hrung bzw.\u00a0Behinderung des nat\u00fcrlichen Stoffwechsels herbeigef\u00fchrt.<\/p>\n<p>Die Ern\u00e4hrung der Zelle erfolgt zum Teil anorganisch, sie ist imstande wasserl\u00f6sliche Verbindungen aufzunehmen und in lebendige Materie zu verwandeln, sie nimmt aber auch lebendige Substanz in erheblicher Molek\u00fclgr\u00f6\u00dfe auf.<br \/>\nLebendige Substanz: Darunter werden alle spezifischen und unspezifischen Molek\u00fclverb\u00e4nde verstanden, die zwar biologisch unterhalb der Funktionseinheit &#8222;Zelle&#8220; stehen, sich aber im Gegensatz zu mineralischen Riesenmolek\u00fclverb\u00e4nde durch typische Lebens\u00e4u\u00dferungen unterscheiden.<br \/>\nSie sind im Lichtmikroskop sichtbar wenn sie in Riesenmolek\u00fclverb\u00e4nden auftreten.<br \/>\nWir betrachten die regelm\u00e4\u00dfige Aufnahme spezifischer lebender Substanz von bestimmter biologischer Pr\u00e4gung als Voraussetzung f\u00fcr die Erhaltung der biologischen Wertigkeit aller Organismen und ihrer Zellkerne, also die Voraussetzung f\u00fcr die echte biologische Gesundheit.<br \/>\nDa aber heute auf der Erde jedes Lebewesen von der Substanz anderer Lebewesen lebt, ist der Kreislauf der lebendigen Substanz im Ganzen f\u00fcr die Gesundheit entscheidend, denn jedes Lebewesen ist ausnahmslos abh\u00e4ngig von der biologischen Vorarbeit derjenigen Organismen, die ihm zur Nahrung dienen.<br \/>\nDie Gesundheit des Menschen ist daher absolut abh\u00e4ngig von der Gesundheit der von ihm verzehrten tierischen und pflanzlichen Nahrung und diese weiterhin von der Gesundheit des Bodens bzw.\u00a0von dessen lebender Substanz, die Letztere hervorbringt.<br \/>\nDie Regulierung dieses Gesundheitszustandes wird von Mikroben geleistet, von denen es biologisch gesehen 3 gro\u00dfe Gruppen gibt:<\/p>\n<ul>\n<li>die physiologischen Bakterien<\/li>\n<li>die abbauenden Bakterien<\/li>\n<li>die pathogenen Bakterien (Krankheitserreger)<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die physiologischen Bakterien bauen auf, \u00fcberall dort, wo lebende Substanz in wachsende Organismen aufgenommen wird.<\/p>\n<p>Die abbauenden Bakterien verwerten jede organische Abfallsubstanz, woher sie auch kommen mag (Mist, Kompost).<\/p>\n<p>Die pathogenen Bakterien zerst\u00f6ren alles was von der biologischen Norm abweicht (Degeneriertes).<br \/>\nWenn es gel\u00e4nge \u00fcber den Weg der normalen Nahrung gen\u00fcgend von physiologischen Bakterien aufgebaute lebende Substanz laufend sicherzustellen, m\u00fcsste vielen Erkrankungen der Boden entzogen werden.<br \/>\nOhne die Arbeit der physiologischen Mikroben kann es keine gesunden Lebewesen geben.<br \/>\nEs muss daher unser Bestreben sein, die biologische Wertigkeit von Pflanzen und Tieren, welche uns zur Nahrung dienen auf der biologischen H\u00f6he zu halten und daf\u00fcr zu sorgen, die Lebensspendende Humusschicht unserer Erde als wichtigstes biologisches Regulativ gesund und leistungsf\u00e4hig zu erhalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Die lebendige Substanz als Grundlage der\u00a0Gesundheit&#8220;\u00a0 Das Wesen einer Krankheit ist zu begreifen im Wesen des Lebendigen selbst. 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