{"id":280,"date":"2017-10-10T19:48:00","date_gmt":"2017-10-10T17:48:00","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=280"},"modified":"2017-10-10T19:48:00","modified_gmt":"2017-10-10T17:48:00","slug":"12-artikel-sommer-1956","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/12-artikel-sommer-1956\/","title":{"rendered":"12. Artikel, Sommer 1956"},"content":{"rendered":"<p><b>&#8222;Vom Segen der Heilkr\u00e4uter in der\u00a0<\/b><b>Landwirtschaft&#8220;\u00a0<\/b><br \/>\n<b><br \/>\n<\/b>Das Leben auf unserer Erde n\u00e4hrt sich aus allen Elementen und allen Kr\u00e4ften, die zur<br \/>\nVerf\u00fcgung stehen; es braucht die Strahlungsenergie der Sonne ebenso wie die Kraft der<br \/>\nErde, es braucht den Wind, die Luft, das Wasser, das Licht, die W\u00e4rme. Und es braucht sie<br \/>\nso wie sie auf der Erde vorkommen. Daran ist grunds\u00e4tzlich trotz aller menschlichen<br \/>\nBestrebungen nichts zu \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Das Leben braucht aber auch das &#8222;andere Leben&#8220; auf der Erde, das sind die lebendigen<br \/>\norganischen Wirkstoffe, die die Lebewesen zu ihrem Schutz, Wachstum und Fortpflanzung<br \/>\nbrauchen; feine, ungeheuer kompliziert zusammengesetzte Wirkstoffe in der notwendigen<br \/>\nVollkommenheit und Menge, die br\u00fcderlich von einem zum anderen ausgetauscht werden.<\/p>\n<p>Die Wirksamkeit der Heilkr\u00e4uter, die zum gr\u00f6\u00dften Teil seit Jahrtausenden den Menschen<br \/>\nbekannt ist, beruht darauf, dass jedes von ihnen komplizierte Wirkstoffe besitzt, die f\u00fcr den\u00a0Ablauf organischen Lebens irgendwie wichtig sind. Sie f\u00f6rdern auf eine uns noch meist\u00a0unbekannte Weise nat\u00fcrliche Vorg\u00e4nge des Wachstums, der Kohlehydratbildung, der\u00a0Eiwei\u00dfbildung, der Zellvermehrung, der Fruchtbarkeit und vieler anderer organischer<br \/>\nVorg\u00e4nge, die den Lebewesen eigen sind.<\/p>\n<p>Die Zusammenarbeit der Lebewesen ist jedoch so organisiert, dass keiner seine Befugnisse\u00a0\u00fcberschreitet. Auf diese Weise werden die Lebensr\u00e4ume der Organismen gegeneinander\u00a0abgegrenzt, ein jeder erh\u00e4lt den ihm zustehenden Platz an der Sonne, aber nicht mehr. Dem\u00a0nat\u00fcrlichen Egoismus einer jeden &#8222;Spezies&#8220; ist die Schranke gesetzt durch den Zwang zur\u00a0Lebensgemeinschaft, das dr\u00fcckt sich auch in der Wirkung der Heilkr\u00e4uter aus. Dort macht es\u00a0nicht die Menge aus, sondern die heilenden Wirkstoffe gelangen nun in geringer Menge, ja\u00a0meist nur in nicht nachweisbaren Spuren zu anderen Organismen und werden dort wirksam.<\/p>\n<p>So gibt es zahlreiche Beziehungen von Pflanzen untereinander, Freundschaften und<br \/>\nFeindschaften bei Gem\u00fcse und Feldfr\u00fcchten, f\u00f6rdernde Wirkungen durch Beikr\u00e4uter,<br \/>\nspezielle Baum- und Straucharten f\u00fcr verschiedene B\u00f6den (Bewaldung von Steppen). Es<br \/>\ngibt tausende von Beispielen auf wievielf\u00e4ltige, ja geheimnisvolle Art das Lebendige auf der\u00a0Erde miteinander verwachsen und verwoben ist. Mit den Heilkr\u00e4utern wird der Versuch\u00a0gemacht, der nat\u00fcrlichen Wirkstoffe teilhaftig zu werden, in dem wir ihre Wirkungen auf\u00a0Krankheiten unseres K\u00f6rpers erproben.<\/p>\n<p>Wohl am weitesten entwickelt ist diese M\u00f6glichkeit in den Lehren der Hom\u00f6opathie: Heilen\u00a0mit kleinsten Mengen von Wirkstoffen. Solche Heilkr\u00e4uterwirksamkeiten wurden erprobt bei\u00a0der Kompostbereitung, insbesondere durch die biologisch-dynamischen Pr\u00e4parate von\u00a0Steiner: Kamille, L\u00f6wenzahn, Eichenrinde, Schafgarbe, Brennessel, Baldrian; aber auch\u00a0andere Forscher, Lippert, Caspari, Bruce befassten sich mit diesem Thema mit vollem\u00a0Erfolg. Auch hier gen\u00fcgen kleine Mengen, wenige Gramm Kr\u00e4uter f\u00fcr Komposte \u00fcblicher\u00a0Gartengr\u00f6\u00dfe.<\/p>\n<p>Seit der begonnenen Erforschung der Spurenelementwirkung fangen wir an, etwas tiefer in\u00a0die Geheimnisse der organisch-biologischen Substanzen zu blicken. Es darf uns daher nicht\u00a0wundern, wenn winzige Mengen von Kr\u00e4uterpulvern aus Wildpflanzen im lebendigen<br \/>\nOrganismus &#8222;Komposthaufen&#8220; enorme, ja entscheidende Wirkungen hervorbringen k\u00f6nnen.\u00a0F\u00fcr eine f\u00fcr den Menschen voll g\u00fcltige Nahrung ist es nicht nur wichtig, dass die groben\u00a0N\u00e4hrstoffe vorhanden sind, die Eiwei\u00dfe, Fette, Kohlehydrate, Vitamine, Minerale und\u00a0Spurenstoffe, sondern auch die hochwichtigen organischen und lebendigen Substanzen,\u00a0ohne die die Feinarbeit unserer K\u00f6rpergewebe und -zellen allm\u00e4hlich zum Erliegen kommt.<\/p>\n<p>Diese Stoffe aber vermittelt uns nur eine Pflanze, die selbst richtig ern\u00e4hrt wird, die selbst die\u00a0M\u00f6glichkeit hat, ihren Zellen die vollkommene, die wirklich biologische Nahrung zu<br \/>\nverschaffen. Und daf\u00fcr braucht sie unter anderem auch die Wirkstoffe aus dem<br \/>\nPflanzenreich der Wildnis. Dies ist der Sinn der Anwendung von Heilpflanzenpr\u00e4paraten in<br \/>\nder Landwirtschaft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Vom Segen der Heilkr\u00e4uter in der\u00a0Landwirtschaft&#8220;\u00a0 Das Leben auf unserer Erde n\u00e4hrt sich aus allen Elementen und allen Kr\u00e4ften, die zur Verf\u00fcgung stehen; es braucht die Strahlungsenergie der Sonne ebenso wie die Kraft der Erde, es braucht den Wind, die Luft, das Wasser, das Licht, die W\u00e4rme. Und es braucht sie so wie sie auf &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/12-artikel-sommer-1956\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">12. 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