{"id":300,"date":"2017-10-10T20:07:09","date_gmt":"2017-10-10T18:07:09","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=300"},"modified":"2017-10-10T20:07:09","modified_gmt":"2017-10-10T18:07:09","slug":"22-artikel-sommer-1959","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/22-artikel-sommer-1959\/","title":{"rendered":"22. Artikel Sommer 1959"},"content":{"rendered":"<p><strong>Aus einem Vortrag aus den M\u00f6schberg-Frauentagen 1959<br \/>\n<\/strong><strong>\u201eDer Lebensablauf im Mutterboden\u201c<\/strong><br \/>\nAlles Leben flie\u00dft \u00fcber den Mutterboden. Wie es dort aufbl\u00fcht, sich regt und vergeht, davon w\u00e4chst den Nahrungspflanzen Gesundheit zu, die wir von ihnen als das h\u00f6chste Geschenk der Sch\u00f6pfung mit der Nahrung in uns aufnehmen d\u00fcrfen.<br \/>\nDass diese eine Realit\u00e4t in streng naturwissenschaftlichem Sinn ist, davon soll hier die Rede sein. So winzig klein die wichtigsten Lebewesen des Bodens sind \u2013 sie sind kaum gr\u00f6\u00dfer als ein Tausendstel Millimeter \u2013, so gut kann man sie und ihre Arbeit im Mikroskop sehen.<br \/>\nDer Mutterboden hat in seiner nat\u00fcrlichen Form drei Arbeitsschichten, in denen jeweils die Umformung bis zum Humus, also bis zur fertigen Pflanzennahrung, vor sich geht:<br \/>\n1.Oberste Schicht = N\u00e4hrdecke, hier liegen die rohen Abf\u00e4lle der lebendigen Organismen, pflanzliche und tierische, sie bestehen aus Zellen, jede zwischen 0,001 und 0,01 Durchmesser. Diese rohen Abf\u00e4lle werden von Unmengen von Kleintierarten zers\u00e4gt, bis sich das Material dichter legt und Feuchtigkeit h\u00e4lt.<\/p>\n<p>2. Durch die folgende T\u00e4tigkeit von Spro\u00dfpilzen und G\u00e4rungsbakterien werden die Abfallzellen weiter abgebaut, bis zu den schwer angreifbaren Zellulosen der Zellw\u00e4nde<br \/>\nvon Pflanzen und schwer verdauliche Eiwei\u00dfe tierische Schutzgewebe und die lebende Substanz aller Abfallzellen freigelegt.<\/p>\n<p>3. Nun gehen die Spaltpilze ans Werk und arbeiten die Produkte der zweiten Schicht auf.<br \/>\nUnter den Spaltpilzen finden sich Bakterienarten, die auch in den Organismen von Pflanzen, Tieren und Menschen zu finden sind: die Symbionten (lebendige Mitarbeiter).<br \/>\nDiese bereiten den Pflanzen ihre Nahrung durch ihre Eiwei\u00dfstoffe, ihre Kohlehydrate, Wirk- und Wuchsstoffe und ihre lebende Substanz. Diese Symbionten des Mutterbodens bilden den \u00dcbergang zum pflanzlichen und tierischen Leben. Was von den Pflanzenwurzeln nicht aufgenommen wird, speichert der Boden auf, indem sich die winzigen organischen Teilchen (ein Zehntel bis ein Hundertstel kleiner als Bakterien) mit dem Staub des Untergesteines verkleben zu Humus.<\/p>\n<p>Die Aufeinanderfolge der beschriebenen drei Bodenschichten, die nicht deutlich getrennt zu sehen sind, ist unter allen Umst\u00e4nden n\u00f6tig, wenn Humus entstehen soll. Der Humusbildung entgegen wirkt dagegen h\u00e4ufige Bodenbearbeitung, insbesondere h\u00e4ufiges Wenden. Die Pflanze selbst entwickelt von sich aus eine eigene Bakterienflora im Wurzelgebiet (\u00e4hnlich dem Menschen in seiner Darmflora) und l\u00e4sst sich von ihr Nahrung zubereiten, insbesondere lebende Substanz.<br \/>\nUnd diese lebendige Substanz, der wichtigste Anteil des Humus, herrscht damit aus den Abf\u00e4llen des Lebens und umgeformt durch tausenderlei Helfer im Boden, nur sie vermag Gesundheit und Krankheit zu \u00fcbertragen, je nachdem wie sie gestaltet wird.<br \/>\nDie Lebenssubstanz liegt in jeder Zelle im Plasma um den Zellkern herum, der f\u00fcr Vererbung und Fortpflanzung verantwortlich ist; und ohne sie gibt es kein gesundes Zell-Leben. Da der Mensch nichts anderes ist als eine Anh\u00e4ufung von Myriaden von Zellen, so ist er nur so gesund wie seine Zellsubstanz. Von ihr h\u00e4ngt alles ab, auch die Funktion seiner Organe und Gewebe. Erh\u00e4lt der Mensch daher aus dem Boden gesunde, lebende Substanz in biologischer G\u00fcte, so bleibt er gesund, erh\u00e4lt er\u00a0sie nicht, so vermag auf die Dauer auch die beste Erbsubstanz der vollkommenste Organismus den Mangel nicht mehr auszugleichen und er wird krank. Wir k\u00f6nnen auf die Dauer niemals ges\u00fcnder sein, als unsere Nahrungsspender.<br \/>\nWir sind immer nur so gesund, wie unsere Haustiere, unsere Kulturpflanzen, unsere Bienen und unser Mutterboden. Nicht ein einziger Vorgang bei der Wanderung der lebenden Substanz durch Boden, Pflanze, Tier und Mensch ist \u00fcberfl\u00fcssig, unsinnig oder unwichtig. Jeder Lebensvorgang wirkt auf den Charakter, auf die Gesundheit, auf die biologische G\u00fcte der lebendigen Substanz ein, und dieser Vorgang kann nicht k\u00fcnstlich nachgemacht werden, er muss so gelassen werden wie er ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aus einem Vortrag aus den M\u00f6schberg-Frauentagen 1959 \u201eDer Lebensablauf im Mutterboden\u201c Alles Leben flie\u00dft \u00fcber den Mutterboden. Wie es dort aufbl\u00fcht, sich regt und vergeht, davon w\u00e4chst den Nahrungspflanzen Gesundheit zu, die wir von ihnen als das h\u00f6chste Geschenk der Sch\u00f6pfung mit der Nahrung in uns aufnehmen d\u00fcrfen. Dass diese eine Realit\u00e4t in streng naturwissenschaftlichem &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/22-artikel-sommer-1959\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">22. 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