{"id":311,"date":"2017-10-10T20:10:58","date_gmt":"2017-10-10T18:10:58","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=311"},"modified":"2017-10-10T20:10:58","modified_gmt":"2017-10-10T18:10:58","slug":"27-artikel-herbst-1960","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/27-artikel-herbst-1960\/","title":{"rendered":"27. Artikel Herbst 1960"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201eKeine Nahrung ist ges\u00fcnder als der Boden auf dem sie w\u00e4chst\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Wenn die Frucht auf dem Halm steht und die Kartoffeln bl\u00fchen, dann vergisst man allzuleicht, dass diese Pracht, dieser Gottessegen buchst\u00e4blich aus Erde gemacht ist, wie es vom ersten Menschen geschrieben steht. Wir sagen Muttererde, denn die Erde ist wirklich die Mutter alles Lebendigen.<br \/>\nDie Versuche der Wissenschaft, die Geheimnisse der Natur und des Pflanzenwachstums nachzuahmen, um damit Weltnahrungssorgen zu beenden, sind zahlreich, waren jedoch zum Scheitern verurteilt, so wie j\u00fcngst, da zwar die synthetische Darstellung des Chlorophylls, des gr\u00fcnen Pflanzenfarbstoffes gelang, es sich jedoch zeigte, dass es unf\u00e4hig war, Kohlehydrate herzustellen.<br \/>\nDas nat\u00fcrliche Chlorophyll ist jedoch dazu imstande, allerdings nur zusammen mit den viel komplizierteren Chloroplasten, den Lebensstoffen aus dem Humus.<br \/>\nNun gibt es im Boden aber eine Unzahl von Sorten lebender Substanzen (man hat bisher 1050 errechnet, mit deren Hilfe alle lebenden Organismen vom kleinsten Insekt bis zum Urwaldbaum, vom Bakterium bis zum Menschen, aufgebaut werden, ein gewaltiger Lebensstrom, der durch alle Lebewesen hindurch geht und ihr Leben \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich macht, ohne ihn g\u00e4be es kein Leben, nur Krankheit und Tod.<br \/>\nDieser Lebensstrom, der aus dem Boden kommend, \u00fcber Pflanze, Tier und Mensch, \u00fcber deren Abfallprodukte wieder zum Boden zur\u00fcckkehrt, wobei der Haupttr\u00e4ger auf den Kulturb\u00f6den, die organischen D\u00fcnger aller Art sind.<br \/>\nWas ist nun Gesundheit des Bodens? Das ist selbstverst\u00e4ndlich sein physikalischer Zustand (Gare, Bel\u00fcftung, Wasserbindef\u00e4higkeit, Lebendverbauung, Grundwasserstand, N\u00e4hrstoffgehalt) in erster Linie jedoch sein Gehalt an lebender Substanz in den verschiedensten Sorten, wie sie gebraucht werden. Wenn nun die Pflanze gesund ist, so war es der Boden. Die Pflanze ist der einzig g\u00fcltige Test f\u00fcr die Bodenqualit\u00e4t (so sagt es auch Andre Voisin) und ist der Mensch gesund, so war es die Pflanze und so geht es weiter in der Kette der Lebensvorg\u00e4nge, darum ist keine Nahrung ges\u00fcnder als der Boden auf dem sie w\u00e4chst! Wenn man von Gesundheit spricht, so ist das eine sehr schwere Forderung, die nicht leicht zu erf\u00fcllen ist, am wenigsten in der freien Natur: Es ist nur das gesund, was sich selbst zu behaupten und sich selbst fortzupflanzen vermag, was auch ohne jeden g\u00fcnstigen Schutz lebensf\u00e4hig ist. Diese Gesundheit kann man nicht in Ziffern ausdr\u00fccken, man kann sie nicht messen, man kann nur feststellen dass sie da ist oder das sie fehlt. Mutter Erde und Gesundheit ist ein und dasselbe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eKeine Nahrung ist ges\u00fcnder als der Boden auf dem sie w\u00e4chst\u201c Wenn die Frucht auf dem Halm steht und die Kartoffeln bl\u00fchen, dann vergisst man allzuleicht, dass diese Pracht, dieser Gottessegen buchst\u00e4blich aus Erde gemacht ist, wie es vom ersten Menschen geschrieben steht. Wir sagen Muttererde, denn die Erde ist wirklich die Mutter alles Lebendigen. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/27-artikel-herbst-1960\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">27. 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