{"id":323,"date":"2017-10-10T20:18:53","date_gmt":"2017-10-10T18:18:53","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=323"},"modified":"2017-10-10T20:19:05","modified_gmt":"2017-10-10T18:19:05","slug":"34-artikel-winter-1962","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/34-artikel-winter-1962\/","title":{"rendered":"34. Artikel Winter 1962"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201eDas Schicksal der lebenden Substanzen im Humus\u201c<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Das grunds\u00e4tzlich neue und andere an der biologischen Auffassung von der Bodenfruchtbarkeit ist das Eingest\u00e4ndnis, dass es uns Menschen nicht m\u00f6glich ist, den nat\u00fcrlichen Ablauf des Stoffwechsels zwischen Lebewesen, sei es bei Mensch, Tier, Pflanze oder Boden irgendwie k\u00fcnstlich nachzuahmen.<\/p>\n<p>Eine willk\u00fcrlich abge\u00e4nderte Zusammensetzung der Pflanzennahrung bekommt den Pflanzen nicht gut, sie werden anf\u00e4llig und krank und diese Anf\u00e4lligkeit geht nachher auch auf Menschen und Tiere \u00fcber, die von solchen Pflanzen leben. Der bestm\u00f6gliche Ablauf von Lebensvorg\u00e4ngen erfordert nicht einige Mineralstoffe oder Elemente sondern viele Dutzende, die man nicht willk\u00fcrlich ausw\u00e4hlen kann und bei denen zuweilen winzige Spurenstoffe wichtiger sind, als die sogenannten Kernn\u00e4hrstoffe.<br \/>\nDie Lebewesen des Bodens sind die \u00e4ltesten auf der Erde, sie haben zuerst das Lebendige organisiert und damit das h\u00f6here Leben erst m\u00f6glich gemacht. Sie sind auch heute noch die wahren Sch\u00f6pfer des Lebens, weil sie genauso wie fr\u00fcher an der Schwelle zwischen mineralischer und lebender Substanz stehen. Es ist also wohlbegr\u00fcndet, wenn wir verlangen, der Bauer m\u00fcsse die Bildung der Fruchtbarkeit seines Bodens den Lebensvorg\u00e4ngen \u00fcberlassen und d\u00fcrfe sich nicht mithilfe \u201epflanzenverf\u00fcgbarer D\u00fcnger\u201c in diese Vorg\u00e4nge einmischen.<br \/>\nEiner der wichtigsten Vorg\u00e4nge ist die Handhabung der organischen D\u00fcnger als F\u00f6rderer der Lebensabl\u00e4ufe im Boden.<br \/>\nSo ist die Bildung der Lebendverbauung erstmals von Sekera beschrieben, die allj\u00e4hrlich neu entstehende mikrobielle Gare = Zellgare, nur mit frischem, organischem Abfallsmaterial m\u00f6glich, oben draufgelegt als Fl\u00e4chenkompost.<br \/>\nDie von der Lebendverbauung zur\u00fcckbleibende lebende Substanz wird im Boden gespeichert, indem sich die Gro\u00dfmolek\u00fcle mittels bestimmter Ionen (Ca, K, Mg) an die Huminstoffe und Tonkristalle anlagern und so einen Humusvorrat bilden. (Plasmagare oder makromolekulare Gare)<\/p>\n<p>Von gro\u00dfer Bedeutung f\u00fcr die Pflanzennahrung ist die Qualit\u00e4t des organischen D\u00fcngers, je abwechslungsreicher dieser ist, umso wertvoller das Bodenprodukt; Stallmist, Gr\u00fcnd\u00fcngung, Urgesteinsmehl, Horn- und Knochenmehl. Die Ern\u00e4hrung des Bodens soll m\u00e4\u00dfig, aber vielseitig sein, dies ist eines der Geheimnisse der echten Humuswirtschaft.<br \/>\nDie Lebensprozesse ausgel\u00f6st durch die Garebildung sollen ungest\u00f6rt ablaufen d\u00fcrfen, daher Einschr\u00e4nkung der Bodenbearbeitung auf das notwendigste. Die G\u00fcte der Nahrung f\u00fcr Mensch und Tier h\u00e4ngt ganz allein vom Schicksal der lebenden Substanzen ab und was darin der Boden leistet entscheidet \u00fcber unser Schicksal.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDas Schicksal der lebenden Substanzen im Humus\u201c\u00a0 Das grunds\u00e4tzlich neue und andere an der biologischen Auffassung von der Bodenfruchtbarkeit ist das Eingest\u00e4ndnis, dass es uns Menschen nicht m\u00f6glich ist, den nat\u00fcrlichen Ablauf des Stoffwechsels zwischen Lebewesen, sei es bei Mensch, Tier, Pflanze oder Boden irgendwie k\u00fcnstlich nachzuahmen. Eine willk\u00fcrlich abge\u00e4nderte Zusammensetzung der Pflanzennahrung bekommt den &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/34-artikel-winter-1962\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">34. 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