{"id":334,"date":"2017-10-10T20:23:14","date_gmt":"2017-10-10T18:23:14","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=334"},"modified":"2017-10-10T20:23:14","modified_gmt":"2017-10-10T18:23:14","slug":"39-artikel-sommer-1964","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/39-artikel-sommer-1964\/","title":{"rendered":"39. Artikel Sommer 1964"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201eD\u00fcngetechnik und Bodenfruchtbarkeit\u201c<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Es handelt sich hier in erster Linie um die Bildung von Hemmstoffen auf frischen D\u00fcngern (Mist Gr\u00fcnd\u00fcngung). F\u00fcr die Bildung der Hemmstoffe sind die pilzlichen und bakteriellen Lebewesen verantwortlich; in dem Augenblick in dem sich \u00fcber die frischen D\u00fcngestoffe die zust\u00e4ndige Zersetzungsflora (Pilze- F\u00e4ulnis- u. G\u00e4rungsbakterien) hermacht, entstehen die Hemmstoffe.<br \/>\nDie Hemmstoffbildung, auch Zellgare genannt, ist abh\u00e4ngig von der Bodentemperatur. Bei Temperaturen unter 15\u00b0 dauert es sehr lange, bis zu 3 Monaten, ehe die Hemmstoffwirkung \u00fcberwunden ist, bei Temperaturen \u00fcber 25\u00b0 erlischt die Hemmwirkung in ca. 10-14 Tagen.<br \/>\nVermischt man das Frischmaterial mit Erde in dem praktisch vorkommenden Verh\u00e4ltnis D\u00fcnger- Boden, so werden ganz erheblich gr\u00f6\u00dfere Mengen Hemmstoffe gebildet aus der gleichen Materialmenge, nur erlischt die Hemmwirkung umso fr\u00fcher.<br \/>\nDie Zersetzungsbakterien haben im Boden mehr Platz zur Vermehrung als im konzentrierten D\u00fcngematerial.<br \/>\nEs sind in erster Linie die Stoffwechselprodukte der Zersetzungsbakterien die die Hemmstoffe bewirken und so auf Samen und Pflanzen hemmenden Einfluss aus\u00fcben.<br \/>\nWer Stallmist oder Gr\u00fcnd\u00fcngung in den Boden einarbeitet und sei es auch nur wenige Zentimeter, der muss damit rechnen, dass sich mit der Bodenerw\u00e4rmung als bald eine kr\u00e4ftige Zersetzungsflora ausbildet und reichlich Hemmstoffe gebildet werden.<br \/>\nDie Sch\u00e4den an Samen und Pflanzen k\u00f6nnen nur verhindert werden, in dem man den Ablauf der Zersetzung abwartet bis zum Einsetzen der makromolekularen Gare auch Plasmagare genannt. Wie lange aber die Zersetzungszeit dauert und wieviel Hemmstoffe auf einmal zB pro Tag gebildet werden, ist nach Bodenart, Jahreszeit, D\u00fcngermenge, Feuchtigkeit und Bodentemperatur entsprechend verschieden.<br \/>\nDie Wirksamkeit der Hemmstoffe kann bei Jungpflanzen Sch\u00e4digungen hervorrufen, die sp\u00e4ter die Ertr\u00e4ge beeintr\u00e4chtigen. Sch\u00e4digungen bei der Ankeimung, des Auflaufens, des Pflanzenwuchses, der Widerstandsf\u00e4higkeit und letztlich Ernteeinbu\u00dfen k\u00f6nnen ihren Ursprung in nicht ausgereiftem Frischd\u00fcnger haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eD\u00fcngetechnik und Bodenfruchtbarkeit\u201c\u00a0 Es handelt sich hier in erster Linie um die Bildung von Hemmstoffen auf frischen D\u00fcngern (Mist Gr\u00fcnd\u00fcngung). F\u00fcr die Bildung der Hemmstoffe sind die pilzlichen und bakteriellen Lebewesen verantwortlich; in dem Augenblick in dem sich \u00fcber die frischen D\u00fcngestoffe die zust\u00e4ndige Zersetzungsflora (Pilze- F\u00e4ulnis- u. G\u00e4rungsbakterien) hermacht, entstehen die Hemmstoffe. Die Hemmstoffbildung, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/39-artikel-sommer-1964\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">39. Artikel Sommer 1964<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/334"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=334"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/334\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":335,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/334\/revisions\/335"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=334"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=334"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=334"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}