{"id":343,"date":"2017-10-10T20:28:00","date_gmt":"2017-10-10T18:28:00","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=343"},"modified":"2017-10-10T20:28:00","modified_gmt":"2017-10-10T18:28:00","slug":"43-artikel-herbst-1965","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/43-artikel-herbst-1965\/","title":{"rendered":"43. Artikel Herbst 1965"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8222;Der Stickstoff im biologischen Landbau&#8220;<\/strong><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.14cm;\" align=\"JUSTIFY\">\n<p style=\"margin-bottom: 0.14cm;\" align=\"JUSTIFY\">Mit dem Stickstoff steht und f\u00e4llt sowohl die Kunstd\u00fcngerwirtschaft wie der biologische Landbau, denn tats\u00e4chlich \u201eohne Stickstoff gibt es kein Wachstum\u201c.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.14cm;\" align=\"JUSTIFY\">Wir kennen den k\u00fcnstlichen Stickstoff, den die Chemiker in ihren Gro\u00dfanlagen aus der Luft synthetisieren und den nat\u00fcrlichen Stickstoff, den organischen, der durch Lebensvorg\u00e4nge erzeugt wird. Zwischen diesen beiden Stickstoff-Formen gibt es entscheidende Unterschiede. Sie sind chemischer, physikalischer und biologischer Art und sind f\u00fcr uns im biologischen Landbau der allerwichtigste Unterschied im Stoffwechsel zwischen Boden, Pflanze, Tier und Mensch.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.14cm;\" align=\"JUSTIFY\">Das Lebendige auf Erden, das ja \u00fcberwiegend aus Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff besteht, macht Gebrauch von den gro\u00dfen Vorratslagern der Natur an Stickstoff in Form der Luft. Eine der wichtigsten Bildungen, die das Lebendige aus den Elementen formt, ist das Eiwei\u00df, das Protein in Form von \u00fcber 20 Aminos\u00e4uren. Zu seinem Bau ist Stickstoff ein Grundbaustein. Eine weitere Tatsache ist ma\u00dfgeblich, n\u00e4mlich der Grundsatz, dass alle Stoffe, die einmal vom Lebendigen aufgenommen und zu den gro\u00dfen Molek\u00fclen verbaut wurden, deren sich das Leben bedient, m\u00f6glichst vollst\u00e4ndig wiederverwendet werden sollen zum biologischen Substanzkreislauf. Dieser ist der wichtigste Grundsatz aller Nahrung und aller Ern\u00e4hrung, dass diejenigen Stoffe, die f\u00fcr das Lebendige kennzeichnend sind, nicht immer wieder von neuem aus Grund- oder Rohstoffen gebildet, sondern aus dem \u201eKreislauf der Substanzen\u201c genommen werden.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.14cm;\" align=\"JUSTIFY\">\n<p style=\"margin-bottom: 0.14cm;\" align=\"JUSTIFY\">Daher der Unterschied zwischen k\u00fcnstlichem und nat\u00fcrlichem Stickstoff. Der k\u00fcnstliche kommt unmittelbar aus dem Rohstofflager der Natur, aus der Luft, der nat\u00fcrliche hingegen ist seit k\u00fcrzerer oder l\u00e4ngerer Zeit, vielleicht bereit seit Jahrtausenden im biologischen Substanzkreislauf unterwegs.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0.14cm;\" align=\"JUSTIFY\">\n<p style=\"margin-bottom: 0.14cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Der Unterschied zwischen k\u00fcnstlichem und nat\u00fcrlichem Stickstoff:<\/span><\/p>\n<ol>\n<li>\n<p style=\"margin-bottom: 0.14cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Der Chemische:<\/span>\u00a0Der k\u00fcnstliche Stickstoff besteht aus ganz einfachen Elementverbindungen, aus wenigen Atomen. Der nat\u00fcrliche Stickstoff kommt aus dem biologischen Substanzkreislauf und ist in Proteinen (Eiwei\u00df) oder deren Bausteinen, den Aminos\u00e4uren enthalten. Es gibt deren mehr als 20, die Mischungsm\u00f6glichkeiten sind enorm.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p style=\"margin-bottom: 0.14cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Der Physikalische:<\/span>\u00a0Stickstoff kommt au\u00dfer in seiner normal bekannten Form auch in der physikalisch ganz anderen Form von Isotopen vor. Das Angebot an Stickstoff-Sortenwahl, das die Natur der Pflanze biete, ist ein ganz anderes als das Zwangsangebot, das man der Pflanze mit k\u00fcnstlichem Stickstoff macht.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p style=\"margin-bottom: 0.14cm;\" align=\"JUSTIFY\"><span style=\"text-decoration: underline;\">Der Biologische:\u00a0<\/span>Stickstoff aus der Retorte ist biologisch-funktionell unwirksam, er wird als Salz in den Stoffkreislauf der Pflanze eingeschleust und wird als elementarer Baustein verwandt. Anders die Stickstoffverbindungen aus dem biologischen Substanzkreislauf, sie haben \u201eCharakter\u201c, sind biologisch-funktionell wirksam und erleichtern den Organismen ihren Aufbau.<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"margin-bottom: 0.14cm;\" align=\"JUSTIFY\">\n<p style=\"margin-bottom: 0.14cm;\" align=\"JUSTIFY\">Der k\u00fcnstliche Stickstoff kann keinesfalls den nat\u00fcrlichen Stickstoff, der im Fluss des Nahrungskreislaufes aus dem Boden zur Pflanze gelangt im Entferntesten ersetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Der Stickstoff im biologischen Landbau&#8220; Mit dem Stickstoff steht und f\u00e4llt sowohl die Kunstd\u00fcngerwirtschaft wie der biologische Landbau, denn tats\u00e4chlich \u201eohne Stickstoff gibt es kein Wachstum\u201c. Wir kennen den k\u00fcnstlichen Stickstoff, den die Chemiker in ihren Gro\u00dfanlagen aus der Luft synthetisieren und den nat\u00fcrlichen Stickstoff, den organischen, der durch Lebensvorg\u00e4nge erzeugt wird. 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