{"id":347,"date":"2017-10-10T20:29:23","date_gmt":"2017-10-10T18:29:23","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=347"},"modified":"2017-10-10T20:29:23","modified_gmt":"2017-10-10T18:29:23","slug":"45-artikel-fruehjahr-1966","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/45-artikel-fruehjahr-1966\/","title":{"rendered":"45. Artikel Fr\u00fchjahr 1966"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8222;Technik und Boden&#8220;<\/strong><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\">\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\">1) Globale F\u00fchrungskr\u00e4fte haben weltweit die Aufl\u00f6sung der b\u00e4uerlichen Klein- und sogar Mittelbetriebe angestrebt und weltweit verwirklicht.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\">2) Die Industrie schafft laufend neue Konsum- und Luxusg\u00fcter und \u00fcbt auf junge Menschen eine eminente Saugkraft aus, diese zu erwerben und dazu braucht es Geld, das der Landbau nicht bietet, wohl aber die Industrie.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\">3) Die Jugend, &#8211; wohl mehr als jemals fr\u00fcher \u2013 auf die Befriedigung materieller Bed\u00fcrfnisse eingestellt, folgt diesem Trend und die Landflucht kam in Gang.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\">4) Die Industrie hat zwischenzeitlich die maschinelle Entwicklung so weit vorangetrieben, dass die mechanisierte Landwirtschaft tats\u00e4chlich mit einem Bruchteil an arbeitenden Menschen auskommt.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\">5) Man hat auf diese Weise den N\u00e4hrstand vieler Staaten umgewandelt in ein seelenloses Industrie-Unternehmen, in eine Fabrik. Die Maschine triumphiert und beherrscht das Denken.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\">6) Das Bodenleben ist unbekannt, man wei\u00df nicht, dass die Muttererde ein lebendiges Wesen ist, das unter den Raupen der Maschine sterben muss.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\">7) Unter solchen Bedingungen \u00e4ndert sich auch der Mensch, er wird zum Materialisten, f\u00fcr den nur der \u00e4u\u00dfere Erfolg z\u00e4hlt in Geld und Autos. Das Tier wird zum Produktionsmittel und die Muttererde zur wesenlosen Maschine.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\">8) Um diesem dem echten Bauerntum so verderblichen Geist zu begegnen, geht Dr. M\u00fcller mit den Jungbauern in die Berge und lehrt sie das einfache Leben und sein Gl\u00fcck. Er stellt sie vor die Allgewalt der Natur und zeigt ihnen, dass der Beruf des Bauern mehr ist als die dicken Lohnt\u00fcten des Industriearbeiters.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\">9) Jedes Befahren von \u00c4ckern und Wiesen ist ohne Ausnahme ein Leistungsverlust. Das Porensystem des Bodens, das sowohl die Atmung als auch die Bew\u00e4sserung des Bodens vermittelt, wird durch die schweren Maschinen zusammengepresst bis vernichtet.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\">\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\">\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\"><b>Wie ist nun dem Schaden zu begegnen?<\/b><\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\">a) Man fahre m\u00f6glichst nicht aufs Land, wenn es nass ist, am wenigsten auf Lehm und Ton.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\">b) Je lebendiger der Boden, umso besser erholt er sich vom Press- und Mahlschaden, den die Maschine anrichtet.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\">c) Wer nicht mehr tiefpfl\u00fcgt (Pflugsohle), wer \u00fcberhaupt am Pfl\u00fcgen einspart, spart auch an Bodenschaden.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\">d) Nackter Boden wird allemal schwerer gesch\u00e4digt als bewachsener oder bedeckter (N\u00e4hrdecke) und nackten Boden soll es ja im biologischen Landbau m\u00f6glichst niemals geben.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\">e) Im biologischen Landbau \u00fcberwiegt die Bearbeitung der Oberfl\u00e4che und diese Arbeitsger\u00e4te sind ohnehin leichter, man wird aber m\u00f6glichst die Zugmaschine w\u00e4hlen, deren Konstruktion am g\u00fcnstigsten ist.<\/p>\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\">\n<p style=\"margin-bottom: 0cm;\" align=\"JUSTIFY\">Am allerwichtigsten aber ist es doch, dass ein jeder den Schaden im Innersten empfindet, den eine jede Maschine auf dem Acker anrichtet.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Technik und Boden&#8220; 1) Globale F\u00fchrungskr\u00e4fte haben weltweit die Aufl\u00f6sung der b\u00e4uerlichen Klein- und sogar Mittelbetriebe angestrebt und weltweit verwirklicht. 2) Die Industrie schafft laufend neue Konsum- und Luxusg\u00fcter und \u00fcbt auf junge Menschen eine eminente Saugkraft aus, diese zu erwerben und dazu braucht es Geld, das der Landbau nicht bietet, wohl aber die Industrie. &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/45-artikel-fruehjahr-1966\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">45. 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