{"id":349,"date":"2017-10-10T20:31:06","date_gmt":"2017-10-10T18:31:06","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=349"},"modified":"2017-10-10T20:31:06","modified_gmt":"2017-10-10T18:31:06","slug":"46-artikel-sommer-1966","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/46-artikel-sommer-1966\/","title":{"rendered":"46. Artikel Sommer 1966"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8222;Gedanken \u00fcber den Bodentest zu seinem 17. Geburtstag&#8220;<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/p>\n<p>Mit dem Anschlag seiner 95 Thesen an der Schlosskirche zu Wittenberg und seinem Bekenntnis zur \u201eFreiheit des Christenmenschen\u201c hat Martin Luther den Christen den Weg zur Erneuerung ihrer Kirche gewiesen. Es war eine Elite, die den Kampf gegen die Tr\u00e4gkeit des Denkens und der Gewohnheiten aufnahm und die Geschichte hat ihnen recht gegeben. Das war vor 500 Jahren.<\/p>\n<p>Vor 150 Jahren erfand der junge Chemiker Justus v. Liebig die Elementaranalyse und begr\u00fcndete die moderne Chemie. Der reife, erfahrene und weise alte Mann vertrat in sp\u00e4teren Schriften sehr nachdr\u00fccklich die organische D\u00fcngung des Bodens mit den organischen Abfallprodukten der St\u00e4dte. (1865 Auftrag ein Gutachten zu erstellen \u00fcber die Entsorgung der Abfallstoffe der Kanalisation von London, dh. R\u00fcckf\u00fchrung in den Kreislauf des Lebendigen).<\/p>\n<p>Er lehnte die k\u00fcnstliche Stickstoffd\u00fcngung ab, damals den Chilesalpeter und vertrat die Ansicht, dass die \u201eMehrzahl der Kulturpflanzen darauf angewiesen seien, ihre Nahrung von der Ackerkrume durch die eigene Wurzelt\u00e4tigkeit zu empfangen und dass sie absterben, wenn ihnen die Nahrung in einer L\u00f6sung zugef\u00fchrt werde.\u201c<\/p>\n<p>Die Erkenntnisse des alten Liebig wuden damals nicht mehr geh\u00f6rt und wuden vom Tisch gewischt. Sie waren jedoch das Tor zu gro\u00dfen, neuen, biologischen Erkenntnissen.<\/p>\n<p>Vor 60 Jahren wurde im Rahmen der jungen oganisch-biologischen Landbaumethode der Rusch-Test entwickelt \u2013 als Instrument zu Messung vor gegebener D\u00fcngermenge und biologischer Bodeng\u00fcte.<\/p>\n<p>Die Entwicklung hoher biologischer Qualit\u00e4t, das letzte Ziel unserer M\u00fchen wurde mit Hilfe des Testes weitgehend gef\u00f6rdert. Die biologische Qualit\u00e4t eines Bodens besteht darin, dass er imstande ist, der wachsenden Pflanze ein reichhaltiges Angebot an sogenannten lebenden Substanzen zur Verf\u00fcgung zu stellen. Diese lebendigen Kr\u00e4fte, die ein leistungsf\u00e4higer Boden zu liefern vermag, verleihen den Kulturpflanzen alle die F\u00e4higkeiten, die sie haben m\u00fcssen, um ohne k\u00fcnstlichen Schutz zu wachsen und zu gedeihen.<\/p>\n<p>Mit unserem Test k\u00f6nnen wi feststellen, ob ein Boden ein solch reichhaltiges Angebot an lebendigen Kr\u00e4ften hat oder nicht und dann die einzusetzenden Ma\u00dfnahmen an Pflege und D\u00fcngung danach zu richten.<\/p>\n<p>Es werden auch angebotene organische D\u00fcnger untersucht, bei denen sich erstaunliche Unterschiede ergeben wonach man sie empfehlen kann oder nicht.<\/p>\n<p>Die Entwicklung und Steigerung hoher biologischer Bodenqualit\u00e4t wird gef\u00f6rdert:<\/p>\n<ul>\n<li>Jeder kultivierte Boden muss st\u00e4ndig etwas Urgesteinsmehl zur Verf\u00fcgung haben, wobei zu ber\u00fccksichtigen ist, dass die Wirkung des Urgesteins nur ganz allm\u00e4hlich zustandekommt.<\/li>\n<li>Je \u00f6fter und je r\u00fccksichtsloser man die Bodenschichten durch tiefgreifende Bodenarbeit durcheinander bringt, um so geringer ist die biologische Bodenqualit\u00e4t.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im \u00dcbrigen k\u00f6nnen wir gl\u00fccklich sein, dass wir einen unbestechlichen Test haben, mit dem wir uns selbst und unsere Arbeit kontrollieren k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Der Rusch-Test wird nur mehr in kleinem Rahmen von der F\u00f6rderungsgemeinschaft f\u00fcr gesundes Bauerntum f\u00fcr ihre Bauern mit guten Erfolgen durchgef\u00fchrt im Labor Mag. Andr\u00e8 Gilhofer, Rebenleiten 10, 4170 Haslach, \u00d6sterreich.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Gedanken \u00fcber den Bodentest zu seinem 17. Geburtstag&#8220;\u00a0 Mit dem Anschlag seiner 95 Thesen an der Schlosskirche zu Wittenberg und seinem Bekenntnis zur \u201eFreiheit des Christenmenschen\u201c hat Martin Luther den Christen den Weg zur Erneuerung ihrer Kirche gewiesen. Es war eine Elite, die den Kampf gegen die Tr\u00e4gkeit des Denkens und der Gewohnheiten aufnahm und &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/46-artikel-sommer-1966\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">46. 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