{"id":359,"date":"2017-10-10T20:35:40","date_gmt":"2017-10-10T18:35:40","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=359"},"modified":"2017-10-10T20:35:40","modified_gmt":"2017-10-10T18:35:40","slug":"51-artikel-herbst-1967","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/51-artikel-herbst-1967\/","title":{"rendered":"51. Artikel Herbst 1967"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8222;Warum wir den Boden mikrobiologisch untersuchen&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Der Test ist m\u00fchsam und sehr arbeitsaufwendig f\u00fcr alle Beteiligten, eine umfangreiche zus\u00e4tzliche Arbeit. Was hat sie f\u00fcr einen Sinn?<\/p>\n<ol>\n<li>Durch den organisch biologischen Landbau soll den Mitmenschen eine gesunde Nahrung geschaffen werden, es soll besser gemacht werden als bisher. Wer solches unternimmt, braucht eine Kontrolle. Eine Kontrolle um der Aufgabe willen, um der Arbeit willen, eine Selbstkontrolle.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"2\">\n<li>Der biologische Landbau will gesunde, wertvolle Nahrung schaffen. Es w\u00e4re nun erheblich einfacher, wenn es brauchbare Methoden g\u00e4be, an den Produkten selbst zu pr\u00fcfen, ob sie den Anforderungen an eine solche \u201eHeilnahrung\u201c entsprechen. Es gibt aber derzeit keine f\u00fcr solche Untersuchungen brauchbaren Methoden. Es ist erheblich einfacher, die biologische Qualit\u00e4t des Bodens fortlaufend zu kontrollieren: die Bodenqualit\u00e4t entspricht haargenau der Pflanzenqualit\u00e4t, denn ein kranker Boden bringt kranke Pflanzen hervor, nur ein gesunder bringt gesunde Pflanzen hervor. Haupts\u00e4chlich deshalb haben wir den Bodentest so eingerichtet, dass er uns ein zuverl\u00e4ssiges Urteil gibt \u00fcber die biologische Bodenqualit\u00e4t. Wir benutzen dabei Bakterien, deren sich die gesunde Pflanze zur Nahrungsbeschaffung bedient, es handelt sich da sozusagen um die \u201eDarmflora\u201c der Pflanze, die untersuchungsm\u00e4\u00dfig zum Einsatz kommt.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"3\">\n<li>Wieviel Mengenleistung k\u00f6nnen wir von dem gepr\u00fcften Boden erwarten? Es wird festgestellt wie viel Zellen ein solcher Boden hervorbringen kann, indem man ihm das Wachstumsklima verschafft durch W\u00e4rme, Wasser und N\u00e4hrstoffe bei der Untersuchung. Die Zellzahl sagt aus, wieviel Pflanzenmasse erwartet werden kann.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"4\">\n<li>Die Lebendigkeit des Bodens und der G\u00fctewert der Kleinlebewesen (Bakterien) tritt zu Tage.<\/li>\n<li>Wichtige Erkenntnisse, die die mikrobiologische Bodenuntersuchung geschenkt hat:<br \/>\nFremdstoffe verwendet im Stall oder Haushalt, die das Bodenleben verderben. Die Gef\u00e4hrlichkeit der Obstspritzungen f\u00fcr alles Land ringsum. Die Gef\u00e4hrlichkeit nicht nur der Gifte gegen Sch\u00e4dling und Krankheit, sondern auch der Hormonstoffe und Wirkstoffe der Unkrautbek\u00e4mpfung.<br \/>\nAlles das verdirbt das Bodenleben, wie der Test zeigt.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"6\">\n<li>Von der mikrobiologischen Untersuchung haben wir auch gelernt, dass der Boden in Schichten (zwei verschiedenartige Gareschichten) arbeitet, die streng getrennt arbeiten m\u00fcssen, die man nicht durcheinander bringen darf, wenn man der Pflanze nicht einen Schaden zuf\u00fcgen will. Erst seitdem wissen wir ganz genau, dass man den Pflug und den Spaten mit gro\u00dfer Vorsicht anwenden muss, dass man die Ordnung im Boden vernichtet, wenn man zu tief pfl\u00fcgt, dass man keine unzersetzten, frischen organischen Massen, wie die Gr\u00fcnd\u00fcngung und den Stallmist unterpfl\u00fcgen darf, weil man damit schweren Schaden an der biologischen Bodenqualit\u00e4t anrichtet und die Pflanzen krank und sch\u00e4dlingsanf\u00e4llig macht.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"7\">\n<li>Wir haben gelernt, dass der Haufenkompost in seiner Endreife wesentlich mehr Zellen verbraucht, als das fl\u00e4chig aufgebrachte Material (Herbstgeschehen der Natur) das den Bodenbakterien beste Nahrung bietet. (Fl\u00e4chenkompost)<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"8\">\n<li>Durch den Test wurde es m\u00f6glich, s\u00e4mtliche Zukaufd\u00fcnger auf Leistungsf\u00e4higkeit und G\u00fcte zu \u00fcberpr\u00fcfen.<\/li>\n<\/ol>\n<ol start=\"9\">\n<li>Es wurde mit den Bodenproben auch gleichzeitig eine exakte pH Messung m\u00f6glich. Es entwickelte sich allm\u00e4hlich daraus eine ganz andere Landbautechnik, eine ganz andere Art der Bodenbearbeitung. Wir h\u00e4tten ohne die fortlaufenden mahnenden Resultate der Bodenuntersuchungen niemals den Mut dazu gefunden, die gesamte Bearbeitungstechnik umzustellen und gar manchmal das Gegenteil dessen zu fordern, was vorher gefordert war. Das w\u00e4re sicher noch nicht, wenn uns der Test nicht die Wahrheit gezeigt h\u00e4tte, nicht ein paar Einzelteile, sondern die vielen Tausende, die wir gemacht haben.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Warum wir den Boden mikrobiologisch untersuchen&#8220; Der Test ist m\u00fchsam und sehr arbeitsaufwendig f\u00fcr alle Beteiligten, eine umfangreiche zus\u00e4tzliche Arbeit. Was hat sie f\u00fcr einen Sinn? Durch den organisch biologischen Landbau soll den Mitmenschen eine gesunde Nahrung geschaffen werden, es soll besser gemacht werden als bisher. Wer solches unternimmt, braucht eine Kontrolle. Eine Kontrolle um &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/51-artikel-herbst-1967\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">51. 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