{"id":363,"date":"2017-10-10T20:37:25","date_gmt":"2017-10-10T18:37:25","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=363"},"modified":"2017-10-10T20:37:54","modified_gmt":"2017-10-10T18:37:54","slug":"53-artikel-fruehjahr-1968","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/53-artikel-fruehjahr-1968\/","title":{"rendered":"53. Artikel Fr\u00fchjahr 1968"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der chemische und der biologische Ern\u00e4hrungsvorgang in der Pflanze<\/strong><\/p>\n<p>Die chemische Ern\u00e4hrung soll verstanden sein, dass die Ern\u00e4hrung der Pflanze ein reines N\u00e4hrstoffproblem sei, wie es die Agrikulturchemie in Form der sogenannten Kunstd\u00fcngung realisiert hat. Die Pflanze nimmt diese Stoffe durch die sogenannte Diffusion und Osmose auf, dh. die Pflanzenwurzeln stellen eine Art d\u00fcnner Membran dar, die N\u00e4hrstoffaufnahme in Salzform gew\u00e4hrleistet. Dabei findet keine Kontrolle der Salze durch die Pflanze statt, die Salze dringen nach chemisch-physikalischen Gesetzen in die Pflanze ein und k\u00f6nnen daran nicht gehindert werden.<\/p>\n<p>Unter biologischer Ern\u00e4hrung ist hingegen ein Stoffwechsel \u2013 Wechsel der Stoffe zwischen Pflanze und Boden zu verstehen. Hier werden organische Gro\u00dfmolek\u00fcle von tausenden und mehr Atomen von der Pflanze als Nahrung aus dem Boden aufgenommen (Die Salzmolek\u00fcle der Kunstd\u00fcngung bestehen dagegen nur aus wenigen, 5-7 Atomen). Alle Lebewesen vom Bakterium bis zum Gro\u00dforganismus sind imstande Gro\u00dfmolek\u00fcle organischer Art (lebendige Substanz) als Nahrung aufzunehmen. Diese Gro\u00dfmolek\u00fcle besitzen eine Schutzh\u00fclle aus Eiwei\u00df, eine Proteinh\u00fclle. Sowohl diese H\u00fclle als auch die Zellen der Organismen (Mensch, Tier und Pflanze) \u201ewissen\u201c, wer zu wem passt, wer zu wem geh\u00f6rt.<\/p>\n<p>Jedes organische Gro\u00dfmolek\u00fcl (lebende Substanz) kann mithilfe seiner Schutzh\u00fclle unterscheiden, in welche Zelle es passt und jede Zelle eines Bakteriums oder eines vielzelligen Lebewesens (Pflanze, Tier, Mensch) wei\u00df, welche organischen Gro\u00dfmolek\u00fcle (lebendige Substanz) aus der Umgebung zu ihr selbst passen. Damit haben wir das \u201eWahlverm\u00f6gen der Zelle\u201c f\u00fcr lebende Substanzen und das \u201eWahlverm\u00f6gen der lebenden Substanz. Dieses Wahlverm\u00f6gen gibt es nicht bei den kleinen Molek\u00fclen des Kunstd\u00fcngers, sondern nur bei den Gro\u00dfmolek\u00fclen.<\/p>\n<p>Und das macht den Unterschied: Bei Salzen hat keine Zelle und auch kein Organismus ein wesentliches Auswahlverm\u00f6gen, das haben sie nur bei organischen Gro\u00dfmolek\u00fclen bei lebendiger Substanz. Hierher geh\u00f6rt auch der Vorgang der Regeneration, die Art und Weise, in der sich Zellen und Gewebe aus Zellen st\u00e4ndig erneuern.<\/p>\n<p>Es gibt aber eine negative Ausnahme, die bei der Auswahl der richtigen Gro\u00dfmolek\u00fcle geschehen kann, das ist das Virus. Das Virus ist eine lebende Substanz, die durch eine sch\u00e4digende Einwirkung zB Haftgift von Giftspritzungen ver\u00e4ndert wurde ohne \u00c4nderung jedoch der Proteinh\u00fclle. Die Organismuszellen nehmen daher im guten Glauben solche gesch\u00e4digten Substanzen auf und sch\u00e4digen damit ihren eigenen Empfangsorganismus.<\/p>\n<p>Durch die heutige erh\u00f6hte Radioaktivit\u00e4t von Wasser, Luft und Boden und dem schrankenlosen Gebrauch von schweren Giften sind krankmachende Viren h\u00e4ufiger geworden. Normalerweise sind ja die Gro\u00dfmolek\u00fcle in Ordnung.<\/p>\n<p>Es ist also in jeder Beziehung daf\u00fcr gesorgt, dass die organischen Gro\u00dfmolek\u00fcle beim Wachstum dorthin kommen, wo sie gebraucht werden, mit Ausnahme des Virus. Normalerweise werden nur die \u201erichtigen\u201c Molek\u00fcle aufgenommen und weitergereicht. Der anorganische und der organische Stoffwechsel unterscheiden sich also in der Hauptsache dadurch, dass die Pflanze durch die Salzd\u00fcngung ohne organische Kontrolle in eine Zwangslage kommt. Diese Pflanzen m\u00fcssen eine Vorsortierung im Boden entbehren und mit einem \u00dcbermass von Ionen fertig werden. Die Folge ist ein ungeordnetes, \u00fcberst\u00fcrztes Pflanzenwachstum, das die Harmonie, die Grundlage jeder Pflanzengesundheit st\u00f6rt. Da diese Pflanzen weniger lebende Substanz bekommen, vernachl\u00e4ssigen sie wichtige Aufgaben: sie werden anf\u00e4llig f\u00fcr Sch\u00e4dlinge und Krankheiten, werden unfruchtbar und ihr Nahrungswert nimmt von Generation zu Generation ab. Diese ganze Disharmonie geht auf diejenigen Organismen \u00fcber, die von solchen Pflanzen leben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der chemische und der biologische Ern\u00e4hrungsvorgang in der Pflanze Die chemische Ern\u00e4hrung soll verstanden sein, dass die Ern\u00e4hrung der Pflanze ein reines N\u00e4hrstoffproblem sei, wie es die Agrikulturchemie in Form der sogenannten Kunstd\u00fcngung realisiert hat. Die Pflanze nimmt diese Stoffe durch die sogenannte Diffusion und Osmose auf, dh. die Pflanzenwurzeln stellen eine Art d\u00fcnner Membran &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/53-artikel-fruehjahr-1968\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">53. 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