{"id":366,"date":"2017-10-10T20:38:25","date_gmt":"2017-10-10T18:38:25","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=366"},"modified":"2017-10-10T20:38:25","modified_gmt":"2017-10-10T18:38:25","slug":"54-artikel-sommer-1968","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/54-artikel-sommer-1968\/","title":{"rendered":"54. Artikel Sommer 1968"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u00dcber die Rolle der G\u00e4rung im Naturkreislauf<\/strong><\/p>\n<p>Alle Organismen der Erde beziehen ihre Lebensenergie aus den gleichen Quellen, Menschen und Tiere, ebenso wie Pflanzen, Mikroben und auch der Boden.<\/p>\n<p>Die Verdauung von Nahrung verl\u00e4uft grunds\u00e4tzlich im menschlichen oder tierischen Darmkanal, in der Wurzelregion der Pflanzen, bei der Bildung der Bodengare, stets nach den gleichen biologischen, physikalischen und chemischen Gesetzen. Bei diesem Nahrungskreislauf handelt es sich auch um eine Umformung von Stoffen, G\u00e4rung genannt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Dieser wird in Gang gesetzt durch Fermente oder Enzyme, das sind komplizierte organische Substanzen, die in winzigen Mengen gro\u00dfe Stoffumwandlungen vollbringen k\u00f6nnen. Allerdings kann ein einziges Ferment immer auch nur einen einzigen Stoffwechsel vornehmen.<\/p>\n<p>Es gibt nur zwei Quellen von Lebensenergie auf unserer Erde. Die urspr\u00fcngliche Quelle ist die Sonne, deren Strahlungsenergie \u00fcber die Cytochrome (das wichtigste davon ist das Chlorophyll der Pflanzen, Algen und Bakterien) nutzbar gemacht wird indem aus den Endprodukten jeglichen Stoffwechsels, dh. aus Kohlens\u00e4ure und Wasser organische Stoffe aufgebaut werden. Das geschieht durch die geordnete Sonnenstrahlung, die die leblosen Stoffe ketten- und ringartig ordnet und aneinander heftet. In den so entstandenen organischen Stoffen ist die Sonnenenergie enthalten, die das Wachstum und die Vermehrung der Lebewesen m\u00f6glich macht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Zweite Quelle von Lebensenergie sind die Abf\u00e4lle des Lebendigen, dh. alles das was irgendwelche Lebewesen vom Menschen bis zum Bakterium w\u00e4hrend ihres Daseins an \u201eAusscheidungen\u201c abgeben oder nach ihrem Tode an leiblicher Substanz hinterlassen. Diese \u201eAbf\u00e4lle\u201c enthalten gro\u00dfe Mengen an Lebensenergie, die durch G\u00e4rung oder Verbrennung f\u00fcr die Lebewesen nutzbar gemacht werden kann und nutzbar gemacht werden muss. Die Abf\u00e4lle enthalten zwar schon weniger Lebensenergie als die mit Hilfe der Sonnenenergie frisch gebildeten Stoffe (Assimilate) aber immer noch genug um das Leben der Pflanzen in Gang zu halten (org. D\u00fcnger).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Abf\u00e4lle sind gewisserma\u00dfen halb verbrauchte Stoffe, die noch ungeheure Energiemengen enthalten, welche vom Lebendigen abgebaut werden bis zu den Grundstoffen: Kohlens\u00e4ure und Wasser. Durch diesen Vorgang wird der Kohlens\u00e4urehaushalt der Luft sowie die bodenb\u00fcrtige Kohlens\u00e4ure in Gang gehalten. Der Energiegehalt aller derjeniger Stoffe, die letztlich zur Gare und Humusbildung kommen, ist also sehr verschieden, werden aber von der Pflanze bis zum allerletzten \u201eEndprodukt des Stoffwechsels\u201c noch verwertet. Sie braucht dringend die Energie der organischen Abfallstoffe zur eigenen Existenz, da sie ja st\u00e4ndig aus Wasser und Kohlens\u00e4ure neue organische Stoffe herstellen muss, damit alles Leben auf der Erde existieren kann.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Verwertung der Lebensenergie der Abf\u00e4lle im Boden (D\u00fcnger) erfolgt durch die Natur in h\u00f6chst sparsamer Weise. Es wird nicht alles sofort abgebaut zu Kohlens\u00e4ure und Wasser, es bleiben die hoch- und niedermolekularen Stoffe, die lebende Substanz \u00fcbrig und das bewirken die Lebewesen des Bodens durch die G\u00e4rung. Es gibt grunds\u00e4tzlich zwei verschiedene Arten des Abbaues organischer Stoffe: die G\u00e4rung (durch Fermente) und die Atmung (Oxydation). Beide Arten kommen in allen Organismen nebeneinander vor, bei niederen Organismen herrscht G\u00e4rung ,vor bei allen h\u00f6heren Organismen bis zum Menschen die Atmung.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Atmung erfolgt unter Zutritt von Sauerstoff dessen Zustrom aber gehemmt und unter strenger Kontrolle gehalten wird. Da manche Lebewesen jedoch kaum Sauerstoff zur Verf\u00fcgung haben, gibt es die zweite Art des Abbaues organischer Stoffe, die G\u00e4rung (Abbau durch Enzyme).<\/p>\n<p>Fermente oder Enzyme sind ganz raffinierte Produkte der lebenden Substanz. Ein Abbauvorgang kommt in Gang, wenn eine lebende Substanz das f\u00fcr die vorgesehene Handlung einzig vorgesehene Enzym produziert. Die G\u00e4rung funktioniert grunds\u00e4tzlich ohne Sauerstoff. Daf\u00fcr werden bei der G\u00e4rung die organischen Stoffe nur teilweise und nur schrittweise aufgespalten und es werden jeweils nur kleine Energiemengen freigemacht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00dcber die Rolle der G\u00e4rung im Naturkreislauf Alle Organismen der Erde beziehen ihre Lebensenergie aus den gleichen Quellen, Menschen und Tiere, ebenso wie Pflanzen, Mikroben und auch der Boden. Die Verdauung von Nahrung verl\u00e4uft grunds\u00e4tzlich im menschlichen oder tierischen Darmkanal, in der Wurzelregion der Pflanzen, bei der Bildung der Bodengare, stets nach den gleichen biologischen, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/54-artikel-sommer-1968\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">54. Artikel Sommer 1968<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/366"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=366"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/366\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":367,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/366\/revisions\/367"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=366"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=366"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=366"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}