{"id":377,"date":"2017-10-10T20:42:11","date_gmt":"2017-10-10T18:42:11","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=377"},"modified":"2017-10-10T20:42:24","modified_gmt":"2017-10-10T18:42:24","slug":"59-artikel-herbst-1969","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/59-artikel-herbst-1969\/","title":{"rendered":"59. Artikel Herbst 1969"},"content":{"rendered":"<p><strong>Kompost in Land- und Gartenbau<\/strong><\/p>\n<p>Es wurde und wird erlebt: die Natur kennt keine Anh\u00e4ufungen von organischem Material, daher wird der Haufenkompost kritisch betrachtet. Betriebe mit bester Kompostbereitung im Haufen erreichten nur ungen\u00fcgende Ertr\u00e4ge besonders bei den stark zehrenden Hackfr\u00fcchten. Nur wenigen gelange es mit der Kunstd\u00fcngerwirtschaft erntem\u00e4\u00dfig Schritt zu halten.<\/p>\n<p>Welche Beobachtungen wurden beim Kompostieren gemacht:<\/p>\n<ol>\n<li>Bei der Haufensetzung von frischem organischen Material gleich ob tierischer oder pflanzlicher Herkunft entsteht W\u00e4rme bis Hitze (Werte bis 80\u00b0), die nach einigen Wochen abnimmt.<\/li>\n<li>Bei hohen Hitzewerten und dichter Lage des Haufens besteht die Gefahr des Verbrennens des organischen Materials und zwar vorrangig der Zellulosen und Halbzellulosen, also der Ger\u00fcstsubstanzen aller Pflanzen. Das kann nur durch wirksame Bel\u00fcftungsma\u00dfnahmen verhindert werden.<\/li>\n<li>Bis zur vollen Vererdung der Massen vergehen je nach Material Monate<\/li>\n<li>Der reife Kompost eines gut gef\u00fchrten Haufens riecht gut, bringt gute Keimungen und gute biologische Pflanzenqualit\u00e4t, aber keine Triebigkeit des Bodens.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Es entsteht kein Hochleistungsd\u00fcnger weil die Energien der Ger\u00fcstsubstanzen des Materials in der Hitzeperiode verheizen. Die Pr\u00fcfungen des Kompostmaterials mittels Rusch-Test haben ergeben, dass eine fortlaufende Abnahme der Zellzahl-Leistungen w\u00e4hrend der Kompostierung festgestellt werden konnte. Organisches Material kann in frischem Zustand bis zu 30.000 Zellen pro Z\u00e4hleinheit entwickeln und bringt nach 6 Monaten nur noch 2000 Zellen hervor.<\/p>\n<p>Dieser Zellzahlenschwund des D\u00fcngers wirkt sich in der obersten Bodenschicht negativ aus, es leidet die Bodenatmung darunter, die Wasserf\u00fchrung im Boden und der Stoffwechsel der Pflanze, es kommen keine ausreichenden Ertr\u00e4ge zustande. Es ist daher angebracht die volle Zellzahlenleistung des D\u00fcngers dem Boden direkt zukommen zu lassen und dies geschieht durch den Weg, den die Natur geht, durch die Fl\u00e4chenkompostierung (Herbstgeschehen in der Natur).<\/p>\n<p>Auch hier werden die im D\u00fcnger steckenden Energien verheizt, jedoch wesentlich langsamer und dabei entsteht eine allj\u00e4hrlich erneuerte kr\u00e4ftige Zell-Gare direkt am Boden, auf dem Acker. Nicht \u00fcbersehen darf man die Nebenwirkungen die dadurch entstehen, dass man dem Boden nicht \u201ereifes\u201c pflanzen-unsch\u00e4dliches Material anbietet, einackert, sodass es in die Wurzelregion der Pflanze gelangt, was zu Qualit\u00e4tsminderung und Sch\u00e4dlingsbefall f\u00fchren kann. Es muss daher eine entsprechende Zeit zwischen D\u00fcngung und Saat\/Pflanzung liegen.<\/p>\n<p>Sicher ist, dass der biologische Landbau nur dann ertragsm\u00e4\u00dfig bestehen kann und nur dann die volle Bodenleistung zustande bringt, wenn er die Fl\u00e4chenkompostierung anwendet. Man darf aber auch nicht vergessen, dass die Kompostbereitung im Haufen eines mit Sicherheit fertigbringen kann, wenn sie vorbildlich ist: sie bringt eine Erde hervor, die eine hohe biologische Qualit\u00e4t besitzt, durch die alle Nebenwirkungen vermieden werden. Bei schweren Tonb\u00f6den, die zu dicht und physikalisch wie mikrobiologisch ung\u00fcnstig sind, ist zu empfehlen in den ersten 2-3 Jahren Reifkompost (ausgereifter Haufenkompost) anzubringen und einzuackern, nur so sind diese B\u00f6den zu beleben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kompost in Land- und Gartenbau Es wurde und wird erlebt: die Natur kennt keine Anh\u00e4ufungen von organischem Material, daher wird der Haufenkompost kritisch betrachtet. Betriebe mit bester Kompostbereitung im Haufen erreichten nur ungen\u00fcgende Ertr\u00e4ge besonders bei den stark zehrenden Hackfr\u00fcchten. Nur wenigen gelange es mit der Kunstd\u00fcngerwirtschaft erntem\u00e4\u00dfig Schritt zu halten. Welche Beobachtungen wurden beim &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/10\/59-artikel-herbst-1969\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">59. Artikel Herbst 1969<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/377"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=377"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/377\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":378,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/377\/revisions\/378"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=377"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=377"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=377"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}