{"id":382,"date":"2017-10-11T19:18:09","date_gmt":"2017-10-11T17:18:09","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=382"},"modified":"2017-10-11T19:18:09","modified_gmt":"2017-10-11T17:18:09","slug":"61-artikel-fruehjahr-1970","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/11\/61-artikel-fruehjahr-1970\/","title":{"rendered":"61. Artikel Fr\u00fchjahr 1970"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201eDes Humus Tod ist auch unser Tod!\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Wo der Humus stirbt, da stirbt alles Leben, es bleibt die W\u00fcste. Als die Astronauten erstmalig ihren Fu\u00df auf den Mond setzte einsam in der toten Leere des Erdtrabanten ergriff sie eine zutiefst \u00fcberm\u00e4chtige Sehnsucht nach der \u201eguten alten Mutter Erde\u201c. Sie waren sicher die ersten Menschen die begriffen haben, was ihnen das Leben, das Wachsen und Bl\u00fchen unserer Erde bedeutet und wahrscheinlich ist dies Bewusstsein das wertvollste was sie von drau\u00dfen mitbrachten. Der Mond ist W\u00fcste in h\u00f6chster Vollendung, die Erde hingegen eine Oase inmitten eines t\u00f6dlichen Nichts.<\/p>\n<p>Wir Menschen sind Teil des Lebens auf der Erde. Erlischt das andere Leben, so sterben auch wir. Es gibt ein Gleichgewicht zwischen Tr\u00e4gern des Lebens, ein Gleichgewicht zwischen Humus, Pflanzenwelt, Mikroben, Tieren und Menschen. Dieses Gleichgewicht wird schon allein dadurch gest\u00f6rt, dass sich der Mensch in den letzten Zeiten ungeheuerlich vermehrt. Die St\u00e4dte verschlingen das Land und mit dem Boden verschwindet die Pflanzenwelt mehr und mehr, es schwindet mit ihm aber (und das ist viel gef\u00e4hrlicher), auch der Humus das gro\u00dfe Reservoir allen Lebens auf Erden. Durch eine einseitig anwachsende Menschheit wird nicht nur mehr Humus verbraucht, es wird auch immer weniger neu produziert. Mit der Entlebung der B\u00f6den entstehen Gefahren von denen sich heute noch niemand den rechten Begriff machen kann.<\/p>\n<p>Derzeit sieht man beim Humusschwund um die Gefahr einer fortlaufenden Ertragsminderung, eines immer h\u00f6heren Aufwandes f\u00fcr rentable Ernten, gr\u00f6\u00dfere Nachteile bei der Bodenbearbeitung, aber mehr nicht. Zumindest wurde von den Kunstd\u00fcnger Leuten erkannt, dass der Humus nicht irgendwelcher chemischer Abfallstoff ist, sondern der notwendige organische Gehalt des Bodens, der messbar ist. Das Gleichgewicht zwischen den Lebenstr\u00e4gern vom Humus \u00fcber die Mikroben, die Pflanzen, die Tiere bis zum Menschen ist ein Kreislauf in dem jedes Glied vom anderen abh\u00e4ngt. In dieser Kette des Lebens ist der Humus der lebende Humusorganismus vielf\u00e4ltiger und komplizierter wie nur je eine Pflanze oder ein Tier denn in ihm stecken ja alle Lebewesen der Erde, und doch ist diese Vielfalt von einer unerforschlichen biologischen Ordnung. Humus ist kein Stoffgehalt des Bodens, kein Gehalt an organischer Substanz, sondern die F\u00e4higkeit zur lebendigen, lebensschaffenden Leistung.<\/p>\n<p>Humus lebt nur aus sich selbst und aus dem, was die anderen Lebewesen an ihn zur\u00fcckgeben, sei es der normale \u201eAbfall\u201c, im Laufe des Lebens, sei es der ganze Organismus nach seinem Tod. Der Organismus Humus ist ebenso empfindlich wie alle anderen Organismen zB. wie ein Mensch. Er ger\u00e4t durch falsche Nahrung, durch sogenannte Gifte ebenso in Gefahr wie ein Mensch, er erleidet die gleichen Sch\u00e4den, die gleichen Gesundheitsst\u00f6rungen, die gleichen Leistungseinbu\u00dfen wie ein krank gewordener Mensch.<\/p>\n<p>Wie ist nun dieser so kostbare Organismus Humus vom Menschen behandelt worden? Er wurde gef\u00fcttert mit Treibd\u00fcnger mit toten Salzen ein lebendiger Organismus, jeder andere Lebensorganismus w\u00fcrde auf solche Kost mit Krankheit antworten. Dass die Generationen von Kulturpflanzen, die auf solchen B\u00f6den leben m\u00fcssen ebenfalls krank werden, wird t\u00e4glich erlebt, der Mensch greift zum Gift, das aber nicht nur den sogenannten Sch\u00e4dling trifft, sondern alle Pflanzen in ihrer vollen Gestalt und den gesamten Boden. Zus\u00e4tzlich kommen noch hormonelle Fremdstoffe, Unkrautvernichtungsmittel, zum Einsatz die den ganzen Boden treffen.<\/p>\n<p>Man kann also nur sagen: Die Landbau-Fachleute von gestern haben alles getan, was m\u00f6glich war, um den Organismus \u201eHumus\u201c krank zu machen und auf den Weg des Todes zu bringen. Die Menschlichkeit wird nicht sterben an Seuchen oder Naturkatastrophen, an Kriegen usw. sie wird sterben an der eigenen Degeneration hervorgerufen durch die vom Menschen verursachte Degeneration des r\u00e4tselvollen Organismus Humus. Hier beginnt der zentrale Vorgang der Degeneration, denn hier allein hat die Natur die F\u00e4higkeit, Gift ungiftig zu machen ohne Schaden, solange dieser Organismus \u201eHumus\u201c noch gesund und leistungsf\u00e4hig ist. Hier liegt die Quelle der Gesundheit und Fruchtbarkeit ebenso wie die der Krankheit, der Entartung und des Todes.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDes Humus Tod ist auch unser Tod!\u201c Wo der Humus stirbt, da stirbt alles Leben, es bleibt die W\u00fcste. Als die Astronauten erstmalig ihren Fu\u00df auf den Mond setzte einsam in der toten Leere des Erdtrabanten ergriff sie eine zutiefst \u00fcberm\u00e4chtige Sehnsucht nach der \u201eguten alten Mutter Erde\u201c. Sie waren sicher die ersten Menschen die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/11\/61-artikel-fruehjahr-1970\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">61. 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