{"id":386,"date":"2017-10-11T19:19:24","date_gmt":"2017-10-11T17:19:24","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=386"},"modified":"2017-10-11T19:19:24","modified_gmt":"2017-10-11T17:19:24","slug":"63-artikel-herbst-1970","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/11\/63-artikel-herbst-1970\/","title":{"rendered":"63. Artikel Herbst 1970"},"content":{"rendered":"<p><strong>Der entscheidende Unterschied<\/strong><\/p>\n<p>Es geht nicht nur darum, dass der biologische Landbau keinen Kunstd\u00fcnger und kein Gift verwendet, sondern es geht um den Kampf gegen die zunehmenden Entartungs- und Krankheitserscheinungen der Kulturpflanze, um den Kampf um eine nat\u00fcrliche Widerstandskraft der Nahrungspflanzen und damit letzten Endes um den Kampf gegen Entartung und Krankheit bei Pflanze, Tier und Mensch.<\/p>\n<p>Der biologisch-organische Landbau l\u00f6st Probleme, die mit Riesenschritten auf die ganze Menschheit zukommen, die der Mensch mit seiner hemmungslosen Technisierung angerichtet hat an dem, was wir zum Leben und Gesundheit brauchen an Luft, Wasser, Landschaft, Mutterboden und vielem anderen.<\/p>\n<p>Der biologisch-organische Landbau hat diese brennenden Probleme gel\u00f6st und es ist heute noch nicht einmal auszudenken, was sich alles zum Guten wenden w\u00fcrde, wenn alle Menschen von seinen Erzeugnissen leben w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Der wesentliche Unterschied zwischen biologisch-organischem Landbau und Kunstd\u00fcngerwirtschaft liegt darin, dass der biologisch-organische Landbau konsequent auf den k\u00fcnstlichen Stickstoff verzichtet.<\/p>\n<p>Lebewesen treten in der Hauptsache miteinander in Beziehung durch den Stoffwechsel, der \u00fcberall vor sich geht, wo etwas lebt: zwischen Muttererde und Pflanze, zwischen Pflanze, Tier und Mensch. Im Prinzip wird alles ausgetauscht, was den Bestand von Lebewesen ausmacht, wobei normalerweise f\u00fcr den Empfangenden beiderseits ein Vorteil herausspringt. So sind alle Lebewesen auf dem Weg des Stoffwechsels miteinander verbunden und aufeinander angewiesen.<\/p>\n<p>Biologisch gesehen ist aber das Entscheidende bei den ausgetauschten Stoffen das Eiwei\u00df und seine Bausteine die Aminos\u00e4uren, gebildet wird es von den Lebendsubstanzen des Bodens. Das Eiwei\u00df ist das wichtigste Geheimnis des Lebendigen, es ist der Stoff, ohne den kein Leben denkbar ist. Deshalb ist die Eiwei\u00dfbildung bei allen Lebewesen aufs genaueste nach Plan gesteuert und \u00fcberwacht. Mit dem Eiwei\u00dfstoffwechsel, so kann man sagen, wird die ganze lebendige Natur gesteuert und reguliert, wie es f\u00fcr das Wohl des ganzen Lebens auf der Erde erforderlich ist.<\/p>\n<p>Zu einem wesentlichen Teil wird diese Steuerung in der Natur mithilfe des Stickstoffatoms vorgenommen. Dieses ist das zentrale Atom im Aufbau von Eiwei\u00df (Proteinen) und Aminos\u00e4uren. Die Pflanze ihrerseits bekommt den ihr zugemessenen Stickstoff vom Boden nur in dem ihr zugeteilten Umfang. Dieses \u201eRegulativ\u201c des Eiwei\u00dfstickstoffwechsels funktioniert sehr pr\u00e4zise \u2013 wenn man sich nicht einmischt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Bei Tier und Mensch, die ihren Stickstoff in Form von Eiwei\u00df in Empfang nehmen wird der Stickstoff mengenm\u00e4\u00dfig dadurch begrenzt, dass die Verdauungsf\u00e4higkeit f\u00fcr Eiwei\u00dfe begrenzt ist. Zu viel Eiwei\u00df in der Nahrung oder in der D\u00fcngung verursacht St\u00f6rungen.<\/p>\n<p>Es gibt nicht nur eine einzige Eiwei\u00dfsorte, sondern einige Milliarden, solche die die Natur in gro\u00dfen Mengen zul\u00e4sst und solche die oft nur in Spuren vorkommen. Nachdem alles Lebendige auf Erden nach einem einheitlichen Prinzip gebaut ist, sind auch die Anspr\u00fcche aller Lebewesen etwa die gleichen, von der Mikrobe bis zum Menschen. So kann es kaum vorkommen, dass Eiwei\u00dfe gebildet werden, die nicht im gro\u00dfen Plan stehen. Der Eiwei\u00dfstoffwechsel ist aufs feinste geregelt.<\/p>\n<p>So ist die Ausbildung aller F\u00e4higkeiten von Lebewesen, die dazu dienen ihr Leben zu erneuern, zu erhalten und zu besch\u00fctzen, also die F\u00e4higkeit der Fruchtbarkeit, der Gesundheit und der Abwehrkr\u00e4fte zu entwickeln, abh\u00e4ngig von der F\u00e4higkeit, bestimmte seltene, komplizierte Eiwei\u00dfe zu bilden.<\/p>\n<p>Durch die Kunstd\u00fcngung wird synthetischer, auf chemisch-physikalischem Weg gewonnener Stickstoff gewaltsam in den nat\u00fcrlichen Eiwei\u00dfkreislauf eingeschleust. Die Ordnung im Stoffwechsel des lebenden Mutterbodens ger\u00e4t heillos durcheinander. Eiwei\u00dfe und Aminos\u00e4uren werden nicht mehr in der erforderlichen Auswahl gebildet, sondern der Boden wird dazu gezwungen in gro\u00dfen Mengen Massen-Eiwei\u00dfe zu bilden und die Ausbildung aller Fein- und Spureneiwei\u00dfe zu vernachl\u00e4ssigen. Der Vorgang ist kontrollierbar und mehrfach nachgewiesen (Albrecht ua). Dementsprechend \u00e4ndert sich auch der Eiwei\u00dfstoffwechsel der Pflanze, die ja direkt von dem des Bodens abh\u00e4ngig ist.<\/p>\n<p>Es werden Massen an lebenden Geweben gebildet, die Abwehrkr\u00e4fte, die Gesundheit, die Widerstandsf\u00e4higkeit, die Haltbarkeit gehen jedoch verloren. Es \u00e4ndert sich aber auch das Vegetationsbild. Pflanzen, die mit der ge\u00e4nderten Eiwei\u00dflage einigerma\u00dfen fertig werden, dr\u00e4ngen sich vor und andere verschwinden. Da nun aber die Kunstd\u00fcnger-Kulturen anf\u00e4llig sind f\u00fcr Krankheit und Sch\u00e4dling, wird zum Gift gegriffen, zum gef\u00e4hrlichen, heimt\u00fcckischen Giften, die durch die Entwicklung des Flugwesens in gro\u00dfen Mengen auf die unschuldige Natur losgelassen werden. Wer den Eiwei\u00dfstoffwechsel st\u00f6rt, bewirkt Entartung und Abnahme der Grundgesundheit der Lebewesen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der entscheidende Unterschied Es geht nicht nur darum, dass der biologische Landbau keinen Kunstd\u00fcnger und kein Gift verwendet, sondern es geht um den Kampf gegen die zunehmenden Entartungs- und Krankheitserscheinungen der Kulturpflanze, um den Kampf um eine nat\u00fcrliche Widerstandskraft der Nahrungspflanzen und damit letzten Endes um den Kampf gegen Entartung und Krankheit bei Pflanze, Tier &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/11\/63-artikel-herbst-1970\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">63. 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