{"id":392,"date":"2017-10-11T19:21:14","date_gmt":"2017-10-11T17:21:14","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=392"},"modified":"2017-10-11T19:21:14","modified_gmt":"2017-10-11T17:21:14","slug":"66-artikel-sommer-1971","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/11\/66-artikel-sommer-1971\/","title":{"rendered":"66. Artikel Sommer 1971"},"content":{"rendered":"<p><strong>Krankheiten und Sch\u00e4dlinge: F\u00fcrsorge oder Vorsorge?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist zu sp\u00e4t zum Heilen, wenn die Krankheit schon da ist!<\/p>\n<p>Die Versuche Krankheiten und Sch\u00e4dlinge zu bek\u00e4mpfen, wenn sie bereits in Erscheinung getreten sind, sind auf die Dauer von vornherein zum Scheitern verurteilt, denn man bek\u00e4mpft hier nicht die Ursache, sondern eine Folgeerscheinung, das Symptom einer Krankheit, die schon da war. Das Auftreten von Krankheiten und die Massenentwicklung von Sch\u00e4dlingen muss verhindert werden. Man wird sonst gezwungen zu h\u00f6chst bedenklichen Gewaltma\u00dfnahmen Zuflucht zu nehmen. Dass diese Gewaltma\u00dfnahmen zB. in Form der Pestizide nicht mehr zu verantworten sind, ist inzwischen sogar schon unseren Regierungen klar geworden, nachdem sich erwiesen hat, dass man damit praktisch die ganze lebende Natur vergiftet.<\/p>\n<p>Von einer wirklichen Erkenntnis des Giftproblems im Landbau ist man jedoch noch sehr weit entfernt. Zur Zeit wird versucht Gifte zu konstruieren, die angeblich kurzlebig sind und binnen kurzer Zeit angeblich zerst\u00f6rt werden.<\/p>\n<p>Grunds\u00e4tzlich hat jedoch zu gelten: Ein k\u00fcnstlich hergestelltes Gift gleich welcher Art, gef\u00e4hrdet, im Gegensatz zu den Giften, die die Natur benutzt, grunds\u00e4tzlich die Gesundheit und Erbgesundheit allen Lebendigen auf Erden, gleichg\u00fcltig, ob es kurz- oder langlebig ist; und eine Substanz, die k\u00fcnstlich hergestellt wird zu dem Zweck, irgendein spezielles Lebewesen \u2013 einen Sch\u00e4dling, einen Pilz, ein Bakterium oder ein Virus usw. \u2013 zu gef\u00e4hrden und zu vernichten, gef\u00e4hrdet zwangsl\u00e4ufig die anderen Lebewesen, auch den Menschen.<\/p>\n<p>F\u00fcr den biologischen Landbau darf es bez\u00fcglich der Frage der Krankheiten und Sch\u00e4dlinge keinen Zweifel mehr geben: Die Symptomen-Kurpfuscherei, die man betreibt, indem man Krankheiten und Sch\u00e4dlinge erst bek\u00e4mpft, wenn sie bereits in Erscheinung treten, muss unter allen Umst\u00e4nden \u00fcberfl\u00fcssig gemacht werden. Eine Pflanze, die vollgesund und erbgesund ist, bekommt weder Krankheiten, noch wird sie von Sch\u00e4dlingen vernichtet! Au\u00dfer es werden ihre durch Naturereignisse oder durch menschliche Fehlhandlungen eine oder mehrere ihrer Lebensbedingungen genommen.<\/p>\n<p>Als wesentliche Bedingungen haben zu gelten:<\/p>\n<ol>\n<li>Die Pflanze ganz gleich ob einj\u00e4hrig oder ausdauernd muss auf dem ihr genehmen Boden wachsen. Durch die Anwendung von Urgesteinsmehl und Zwischenfruchtanbau ist es m\u00f6glich gewisse Unterschiede etwas auszugleichen, aber niemals vollst\u00e4ndig beseitigen.<\/li>\n<li>Eine wesentliche Gegebenheit ist die Stabilit\u00e4t von Grund- und Bodenwasser.<\/li>\n<li>Die biologische G\u00fcte von Saat- und Pflanzgut, was manchmal nicht m\u00f6glich ist. Fest steht jedoch: Jede durch Kunstma\u00dfnahmen bewirkte Entartung einer Kulturpflanze l\u00e4sst sich durch biologische Behandlung regenerieren.<\/li>\n<li>Entscheidend ist aber in jedem Fall der Boden selbst: Ein voll funktionierender Bodenorganismus bietet der Kulturpflanze alles das an was sie zur vollen Entfaltung ihrer nat\u00fcrlichen Leistungsf\u00e4higkeit und ihrer Widerstandskraft gegen\u00fcber Krankheiten und Sch\u00e4dlingen n\u00f6tig hat. Mit der Funktion des lebendigen Bodenorganismus steht und f\u00e4llt der biologische Landbau.<\/li>\n<li>Eine Grundregel des biologischen Landbaues die \u00e4u\u00dferst wichtig ist: Das Einbringen von unverrotteter organischer Materie in das Wurzelgebiet der Kulturpflanze. Das Feinwurzelsystem wird gesch\u00e4digt, der Sauerstoffwechsel der Pflanzen gehemmt, die Ausbildung der Widerstandskraft gegen Krankheit und Sch\u00e4dling ist nicht mehr m\u00f6glich. Krankheit und Sch\u00e4dling sind Warnungen der Natur, Fingerzeige f\u00fcr unsere Fehler, denn wo die Pflanze krank und auff\u00e4llig wird, da ist fast immer der Boden krank und leistungsschwach.<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Krankheiten und Sch\u00e4dlinge: F\u00fcrsorge oder Vorsorge? Es ist zu sp\u00e4t zum Heilen, wenn die Krankheit schon da ist! Die Versuche Krankheiten und Sch\u00e4dlinge zu bek\u00e4mpfen, wenn sie bereits in Erscheinung getreten sind, sind auf die Dauer von vornherein zum Scheitern verurteilt, denn man bek\u00e4mpft hier nicht die Ursache, sondern eine Folgeerscheinung, das Symptom einer Krankheit, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/11\/66-artikel-sommer-1971\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">66. 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