{"id":394,"date":"2017-10-11T19:22:02","date_gmt":"2017-10-11T17:22:02","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=394"},"modified":"2017-10-11T19:22:02","modified_gmt":"2017-10-11T17:22:02","slug":"67-artikel-herbst-1971","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/11\/67-artikel-herbst-1971\/","title":{"rendered":"67. Artikel Herbst 1971"},"content":{"rendered":"<p><strong>Warum beeinflusst k\u00fcnstlicher Treibd\u00fcnger den Kreislauf der lebenden Substanz?<\/strong><\/p>\n<p>Das Geheimnis des gesunden Pflanzenwachstums ist der Stoffwechsel zwischen lebendem Boden und Pflanze. Die Agrikulturchemie gab sich alle M\u00fche, alle die Stoffe zu finden, die zum Pflanzenwachstum n\u00f6tig sind. Man fang zun\u00e4chst die sogenannten Kernn\u00e4hrstoffe, sp\u00e4ter die Spurenstoffe und schlie\u00dflich die Wirkstoffe wie Hormone, Enzyme und Vitamine. Man war der Meinung, dass der Stoffwechsel lediglich auf diesen Stoffen beruhe und sie in angepasster Menge zur Verf\u00fcgung stehen m\u00fcssen. Die Praxis des chemischen Landbaus gr\u00fcndet sich noch heute auf diese einseitige Auffassung vom Stoffwechsel.<\/p>\n<p>Inzwischen hat sich herausgestellt, dass alle Lebewesen sogenannte offene Systeme sind. Das will Folgendes besagen: Jedes Lebewesen ist nicht nur imstande Stoffe in Salzform oder jedenfalls in kleinster Gr\u00f6\u00dfenordnung und in einfacheren chemischen Bindungen in sich aufzunehmen, es ist vielmehr imstande, alles in sich aufzunehmen, wonach ihm gel\u00fcstet, auch sogenannte Gro\u00dfmolek\u00fcle (lebende Substanz). Die Gr\u00f6\u00dfe der \u00fcber den Stoffwechsel aufgenommenen Teilchen spielt kaum eine Rolle.<\/p>\n<p>Es ist nun aber nicht so, dass der K\u00f6rper damit zum Tummelplatz aller vorhandenen lebenden Substanzen wurde. Nein: Er selbst entscheidet, ob er eine lebende Substanz aufnehmen will oder nicht. Auf diese Weise wird der Kreislauf der lebenden Substanzen zwischen Boden und Pflanze kontrolliert und auf gleiche Weise nat\u00fcrlich auch der Stoffwechsel zwischen Pflanze, Tier und Mensch.<\/p>\n<p>Es gibt einen Stoffwechsel der N\u00e4hrstoffe vermittelt, und kein Lebewesen k\u00f6nnte ohne die st\u00e4ndige Zufuhr von N\u00e4hrstoffen existieren. Es gibt aber au\u00dferdem einen Stoffwechsel lebender Substanzen und das ist etwas grunds\u00e4tzlich anderes. Lebendige Substanzen unterscheiden sich von leblosen dadurch, dass sie sogenannte \u201eInformationen\u201c in sich tragen, das sind Baupl\u00e4ne f\u00fcr die Bildung organischer Stoffe und Abl\u00e4ufe von Lebensvorg\u00e4ngen. Alle lebenden Substanzen auf der Erde stellen also eine Sammlung von vielerlei \u201eInformationen\u201c dar. Ein Teil dieser Sammlung befindet sich immer innerhalb von Lebewesen, denn jedes Lebewesen bekommt mit der Vererbung seinen Vorrat an denjenigen lebenden Substanzen mit, den es braucht. Die \u00fcbrigen lebenden Substanzen befinden sich auf der Wanderschaft zwischen den Lebewesen, also zB im Boden oder in der Nahrung.<\/p>\n<p>Man muss sich nun vorstellen, dass ein voll funktionierender, also gesunder Organismus ungeheuer viele verschiedene \u201eSorten\u201c von lebender Substanz, also von \u201eInformationen\u201c braucht. So braucht beispielsweise eine Pflanze ein ger\u00fctteltes Ma\u00df an Information f\u00fcr ihren Selbstschutz, ihre Bl\u00fctenbildung, ihre Fruchtung, ihre Samenbildung usw.<\/p>\n<p>Lebende Substanzen sind nicht absolut widerstandsf\u00e4hig, sie k\u00f6nnen auf vielerlei Weise gesch\u00e4digt werden, zB. durch Erm\u00fcdungsstoffe, durch Gifte, Pestizide u.v.a. Gesch\u00e4digte lebende Substanzen verlieren dabei ihre \u201eInformationen\u201c und werden f\u00fcr den Organismus unbrauchbar. Sie m\u00fcssen dann gegen unversehrte lebende Substanzen ausgetauscht werden. Der einzelne Organismus ist imstande sich aus dem Riesenangebot an lebenden Substanzen genau diejenige auszusuchen, die er braucht.<\/p>\n<p>Das setzt voraus, dass in der ungeheuren Masse vor lebenden Substanzen, die die Natur anbietet mit Sicherheit das gew\u00fcnschte Ersatzteil zu finden ist, wenn die dazu n\u00f6tige Vielfalt im nat\u00fcrlichen Kreislauf oder im zuf\u00fchrten organischen D\u00fcnger vorhanden ist.<\/p>\n<p>Nur unsere Frage: Warum beeinflusst k\u00fcnstlicher Treibd\u00fcnger den Kreislauf der lebenden Substanz?<\/p>\n<p>Wer Treibd\u00fcnger braucht, hat keinen ausreichend fruchtbaren Boden ein solcher vermag der Pflanze nicht zu bieten, was sie an lebender Substanz n\u00f6tig hat.<\/p>\n<p>Ferner: Wenn k\u00fcnstlicher Stickstoff in die Pflanze einstr\u00f6mt, so kommt die Pflanze in Gefahr bei \u00dcberma\u00df desselben, was vielfach der Fall ist, in ein Wachstumsfieber gezwungen zu werden. Dabei vernachl\u00e4ssigt sie manches, zB. ausreichende Wurzelbildung, Bildung von Abwehrstoffen, normale Gewebsausbildung.<\/p>\n<p>Als Drittes: Wenn man dem Boden Stickstoff zuf\u00fcgt, so bildet sich ein einseitiges Bodenleben aus, zB. eine einseitige Bakterienflora. Das Bodenleben ist nicht mehr imstande lebende Substanzen auszubilden wie die Pflanze sie braucht. Es ist au\u00dferdem wahrscheinlich, dass bei der Anh\u00e4ufung von Nitraten in der Pflanze als Folge der Treibd\u00fcngung, durch Reduktion Nitrite bilden und diese sind schwere Gifte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Warum beeinflusst k\u00fcnstlicher Treibd\u00fcnger den Kreislauf der lebenden Substanz? Das Geheimnis des gesunden Pflanzenwachstums ist der Stoffwechsel zwischen lebendem Boden und Pflanze. Die Agrikulturchemie gab sich alle M\u00fche, alle die Stoffe zu finden, die zum Pflanzenwachstum n\u00f6tig sind. 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