{"id":410,"date":"2017-10-11T19:27:36","date_gmt":"2017-10-11T17:27:36","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=410"},"modified":"2017-10-11T19:27:36","modified_gmt":"2017-10-11T17:27:36","slug":"75-artikel-herbst-1973","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/11\/75-artikel-herbst-1973\/","title":{"rendered":"75. Artikel Herbst 1973"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201eDie innere Welt unserer Lebensmittelerzeugnisse\u201c<\/strong><br \/>\nSage mir, was du isst und ich sage dir, wer du bist! In diesen schlichten Worten liegt tiefe Weisheit und echte Naturkenntnis verborgen. Unsere Nahrung ist unser Schicksal. Wir haben allen Grund, uns Klarheit \u00fcber diese Wahrheit zu verschaffen. Der offene Kampf um die Wahrheit \u00fcber die Lebensmittel-Erzeugung hat begonnen und wird von allen Seiten mit steigender Erbitterung ausgetragen.<br \/>\nDer Agrikulturchemie stehen mehr als 100 Jahre intensivster Forschung und Erprobung zur Verf\u00fcgung, auf die sie sich berufen kann und sie wei\u00df auf alle Fragen eine Antwort in ihrem Sinn. Eine spezielle landwirtschaftliche Forschung auf Basis der neuesten biologischen Erkenntnisse aber gibt es \u00fcberhaupt nicht. Das wichtigste, um das es bei der Suche nach der Wahrheit \u00fcber den inneren Wert unserer Lebensmittel geht, wird systematisch verschwiegen, als ob es diesen Wert nicht gebe. Es ist die Rede von Betriebsrentabilit\u00e4t, von der Notwendigkeit der Massenerzeugung, von der Unentbehrlichkeit der giftigen Spritzmittel. Mit keinem Wort ist da die Rede vom lebendigen Inhalt der Kulturpflanzen, von ihrer lebenden Substanz und Erbsubstanz, obwohl davon doch das Schicksal der Pflanzen, Tiere und Menschen abh\u00e4ngt.<br \/>\nMit echter Wissenschaft, welche die Wahrheit sucht, hat das nichts mehr zu tun. Sie werden gedruckt, weil die Macht des Geldes dahinter steht. Die Entwicklung der Wissenschaft vom Lebendigen begann urspr\u00fcnglich durch das blo\u00dfe Anschauen der Objekte und deren Einordnung in Arten, Gattungen und Familien. Die Entdeckung der chemischen Analyse, die Erfindung des Mikroskops, die Elementar-Analyse brachte tiefen Einblick in den Stoffwechsel der Organismen und weiter zur Entdeckung und Erforschung der Grundbildungen des Lebendigen n\u00e4mlich zur Entdeckung der lebenden Substanzen und Erbsubstanzen.<br \/>\nDie Menschheit ist ungeheuer stark gewachsen, es sind Gro\u00dforganisationen und Einrichtungen zu ihrer Versorgung n\u00f6tig, wie man sie in dieser Ausdehnung vorher nicht kannte. Wirtschaft, Industrie, Handel und die von ihr abh\u00e4ngige Zweckwissenschaft wehren sich gegen jede umw\u00e4lzende \u00c4nderung und Fortschritt.<br \/>\nEs wird daher verschwiegen:<\/p>\n<ol>\n<li>dass der organisch-biologische Landbau zeigt, wie man ohne Gebrauch gesundheitssch\u00e4digender synthetischer Gifte eine saubere Nahrung erzeugen kann.<\/li>\n<li>dass im organisch-biologischen Landbau die Unkrautvertilgung durch hormonartige oder gifte Chemikalien verboten ist.<\/li>\n<li>dass die organisch-biologischen Lebensmittel-Erzeugnisse bez\u00fcglich des Geschmackes, des Geruches und der Haltbarkeit der \u00fcblichen Marktware weit \u00fcberlegen sind.<\/li>\n<li>dass nur die auf nat\u00fcrlich lebendigem Boden ohne Treibd\u00fcnger gewachsenen Pflanzen den Nahrungs-Empf\u00e4ngern Tier und Mensch diejenige Auswahl an lebendiger Substanz und Erbsubstanz liefern, die sie zur Erhaltung ihrer vollen Gesundheit und Erbgesundheit brauchen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Im Kampf gegen den biologischen Landbau wird systematisch verschwiegen, dass es sich dabei um den einzigen Weg handelt, Lebensmittel von hohen inneren Werten zu erzeugen.<\/p>\n<ol>\n<li>Der Giftkampf gegen Insekten und Mikrobien ist ein Schrecken ohne Ende. Sie haben sich teilweise \u00fcber die zum Menschen f\u00fchrenden Nahrungsketten \u00fcberaus angereichert (siehe ehemals DDT, andere folgten). Wer wird alle diese Gifte \u00fcberleben, wir oder die Insekten und Mikrobien, die auf Erden hundertmal \u00e4lter sind, als wir und bereits bewiesen haben, dass sie resistent sein k\u00f6nnen. Daher Gebot der ersten Stunde: Hinweg mit jedem Gift aus dem Landbau, sofort und ohne Kompromiss. Der organisch-biologische Landbau beweist, dass es geht!<\/li>\n<li>Hormonartige und \u00e4hnliche chemisch-synthetische Wirkstoffe in den \u00fcblichen Unkrautvertilgungsmitteln bringen absichtlich den Stoffwechsel der sogenannten Unkr\u00e4uter so verh\u00e4ngnisvoll aus dem Gleichgewicht, dass sich diese Pflanzen selbst umbringen. Da aber der Stoffwechsel der Unkr\u00e4uter den gleichen Gesetzen unterliegt, wie der der anderen Pflanzen, kann nicht behauptet werden, dass die Unkrautmittel nur f\u00fcr das Unkraut vernichtend seien, es handelt sich grunds\u00e4tzlich um lebensfeindliche Wirkstoffe, auf die der organisch-biologische Landbau kompromisslos verzichtet.<\/li>\n<li>Wem der enorme Unterschied zwischen \u00fcblicher Marktware und biologischer Lebensmittel bez\u00fcglich Geschmack und Geruch nicht auff\u00e4llt, der hat stark abgestumpfte Sinnesorgane, die nicht mehr f\u00e4hig sind, zu schmecken und zu riechen. Der Unterschied in Geschmack und Geruch ist eindeutig Tatsache und kann nicht geleugnet werden. Objektive Beweise liefern die Pr\u00fcfungen von Haltbarkeit und Lagerf\u00e4higkeit.<\/li>\n<li>Das eigentliche Geheimnis des inneren Wertes von Feldfr\u00fcchten und ihrer biologischen Qualit\u00e4t liegt in ihrem Gehalt an optimal funktionst\u00fcchtigen lebenden Substanzen und in ihrem Erbsubstanzen-Material beschlossen.<\/li>\n<\/ol>\n<p>Feldfr\u00fcchte, die bei zu geringer lebendiger Bodenleistung durch Kunstd\u00fcnger zum Wachstum gezwungen werden, werden mehr oder weniger aus dem Kreislauf der lebenden Substanzen ausgeschlossen und verlieren die entscheidenden Gesundheitsmerkmale: Abwehrf\u00e4higkeit und Fruchtbarkeit. Den gleichen Verlust erleiden alle diejenigen Tiere und Menschen, die von entarteten Pflanzen leben, sie sind ihrerseits hilflos der zunehmenden Entartung preisgegeben. Wer noch Augen hat zu sehen und Ohren zu h\u00f6ren, kann diese Entartungserscheinungen in der hochzivilisierten Menschheit \u00fcberall beobachten. Sie beziehen sich immer auf den ganzen Menschen auf Geist, Seele und K\u00f6rper gleicherma\u00dfen. Hier liegt die eigentliche Ursache des Niederganges der menschlichen Kultur.<br \/>\nDie h\u00f6chste Aufgabe der Naturwissenschaft w\u00e4re es, diese tieferliegenden Zusammenh\u00e4nge Schritt f\u00fcr Schritt zu beweisen und damit die schicksalhafte Abh\u00e4ngigkeit des Menschen vom Kreislauf Boden \u2013 Pflanze \u2013 Tier und Mensch zur Richtschnur f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Lebensordnung der Menschen zu erheben.<br \/>\nDas w\u00e4re der einzig richtige Weg um zu erkennen, dass der innere Wert eines Lebensmittels nicht in ihrem materiellen Stoffgehalt zu sehen ist, sondern in den Gestaltungskr\u00e4ften, welche die Materien bewegen, n\u00e4mlich in den Kr\u00e4ften der unversehrten lebenden Substanzen und Erbsubstanzen.<br \/>\nNur so ist der Wert unserer Feldfr\u00fcchte und des biologischen Landbaues \u00fcberhaupt zu kennzeichnen und nur so kann die Biologie als Wissenschaft vom Lebendigen den Fortschritt erk\u00e4mpfen, den die Menschheit bitter n\u00f6tig hat, will sie der weiteren Entartung entgehen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDie innere Welt unserer Lebensmittelerzeugnisse\u201c Sage mir, was du isst und ich sage dir, wer du bist! In diesen schlichten Worten liegt tiefe Weisheit und echte Naturkenntnis verborgen. Unsere Nahrung ist unser Schicksal. Wir haben allen Grund, uns Klarheit \u00fcber diese Wahrheit zu verschaffen. Der offene Kampf um die Wahrheit \u00fcber die Lebensmittel-Erzeugung hat begonnen &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/11\/75-artikel-herbst-1973\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">75. Artikel Herbst 1973<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/410"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=410"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/410\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":411,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/410\/revisions\/411"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=410"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=410"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=410"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}