{"id":420,"date":"2017-10-11T19:31:01","date_gmt":"2017-10-11T17:31:01","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=420"},"modified":"2017-10-11T19:31:01","modified_gmt":"2017-10-11T17:31:01","slug":"80-artikel-winter-1974","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/11\/80-artikel-winter-1974\/","title":{"rendered":"80. Artikel Winter 1974"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201eWissenschaft, Forschung und biologischer Landbau\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft in den letzten 200 Jahren der Menschheitsgeschichte findet sich wieder in der Entwicklung ihrer Wissenschaften. Urspr\u00fcnglich lag diese in den H\u00e4nden von Einzelnen, wenigen Auserw\u00e4hlten. Das unvergleichlich starke Wachstum der Menschheit seit dem vorvorigen Jahrhundert hat eine Studenten-Flut an allen Universit\u00e4ten erzeugt. So wichtig die Wissenschaften f\u00fcr die Fortentwicklung der menschlichen Kultur fr\u00fcher auch waren \u2013 f\u00fcr die Existenz der Menschheit waren sie halbwegs entbehrlich. Heute aber sind sie es nicht mehr. Ohne die Arbeit der Wissenschaften kann die Menschheit nicht mehr existieren, sie k\u00f6nnte ihr Wachstum nicht \u00fcberleben.<\/p>\n<p>In dieser Entwicklung hat sich der Charakter der Wissenschaften das Wesen der Universit\u00e4t und ihrer Aufgaben entscheidend gewandelt \u2013 die Spezialisten sind unentbehrlich geworden. Die Universit\u00e4ten wurden zwangsl\u00e4ufig \u00fcberwiegend zu blo\u00dfen Fachschulen zwecks Ausbildung von Spezialisten. Es tritt damit ein sogenannter \u201eFach-Idiot\u201c in Erscheinung, ein Akademiker-Typ, dem die Scheuklappen des Spezialistentums jeden \u00dcberblick, jede instinktsichere Einordnung des Einzelnen in das Ganze verwehren. Es gibt jetzt nur noch recht wenige wissenschaftliche Pers\u00f6nlichkeiten, die sich den sicheren Blick f\u00fcr Ganzheitsprobleme bewahrt haben.<\/p>\n<p>Wohl die wesentlichste Erscheinung ist aber die Tatsache, dass sich auf Basis der industriell und kaufm\u00e4nnisch vielf\u00e4ltig ausnutzbaren Resultate der Forschung etwas entwickelt hat, das es fr\u00fcher in dieser allherrschenden Form noch nie gab.<\/p>\n<p>Der Gro\u00dfindustrie ist es gelungen, die Macht des Geldes an sich zu bringen und damit in ihrem Sinne zu herrschen und so den gr\u00f6\u00dferen Teil der Naturforschung in ihre Abh\u00e4ngigkeit zu zwingen. Ein neuer Typ Wissenschaft entstand, die \u201eZweckwissenschaft\u201c in der neben dem Forscher immer der Kaufmann steht, den eine Wahrheitsfindung wenig interessiert, er wartet nur auf verwertbare Resultate. Diese st\u00e4ndige Abh\u00e4ngigkeit der Wissenschaft hat einen neuen Forschertyp geboren, dessen Denken und Streben nur mehr zweckgebunden ist. Die Hochzivilisation hat sich so rapide und ohne jede R\u00fccksicht auf die Umwelt entwickelt, dass die Existenz alles Lebendigen auf Erden in h\u00f6chste Gefahr geraten ist.<\/p>\n<p>Dass es einen Kreislauf der lebenden und vor allem der Erbsubstanzen in der Natur gibt, von dem das Gedeihen aller Lebewesen direkt abh\u00e4ngig ist, bez\u00fcglich ihrer Gesundheit und Erbgesundheit, wei\u00df man aus den Forschungsergebnissen der Vererbungs- und Gen-Forschung. H\u00e4tte man beizeiten die Zivilisation danach ausgerichtet, w\u00e4re der Menschheit das Gespenst ihres biologischen Todes erspart geblieben. Man redet in aller Welt von den verschmutzten Fl\u00fcssen vom L\u00e4rm von der Luftverschmutzung, viel zu wenig vom lebendigen Boden und der nat\u00fcrlichen Nahrungsproduktion, obwohl letztere der Beginn sein m\u00fcssten der Bem\u00fchung um eine Gesundung der menschlichen Gesellschaft.<\/p>\n<p>Es darf daher niemand wundern, dass sich viele Menschen mit noch gesundem Instinkt im Bewusstsein, dass es die Natur doch besser wei\u00df, als wir Menschen von der offiziell vorgegebenen Linie abgewandt haben und eigene Wege gehen, sodass heutzutage die sog. biologische Medizin und der sog. biologische Landbau zu einem allgemein bekannten Begriff geworden sind. Die Bezeichnung \u201ebiologisch\u201c wurde damit in den allgemeinen Sprachgebrauch \u00fcbernommen. Man versteht darunter alle Arten von Bewegungen, die sich von der allophatischen Medikamentenmedizin und der Agrochemie befreit und nat\u00fcrliche Methoden der Heilbehandlung und Nahrungsproduktion entwickelt haben.<\/p>\n<p>Niemand sollte eigentlich bezweifeln, dass hier die Wege in eine bessere Zukunft aufgezeigt werden, jedoch die dahingehende Einsicht ist erst in einem anf\u00e4nglichen Werden. Die Obrigkeiten wollten den Gebrauch des Wortes \u201ebiologisch\u201c verbieten, das jedoch ist nicht gelungen, dazu d\u00fcrfte es zu sp\u00e4t sein \u2013 die Menschen lassen sich nicht einfach den Mund verbieten.<\/p>\n<p>Im Augenblick handelt es sich darum, die Wissenschaft von den Grundbedingungen des Lebens und der Erbgesundheit zu Anwendungsreife zu entwickeln. Die Basis ist ja l\u00e4ngst gelegt, man braucht nur darauf aufzubauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eWissenschaft, Forschung und biologischer Landbau\u201c Die Entwicklung der menschlichen Gesellschaft in den letzten 200 Jahren der Menschheitsgeschichte findet sich wieder in der Entwicklung ihrer Wissenschaften. Urspr\u00fcnglich lag diese in den H\u00e4nden von Einzelnen, wenigen Auserw\u00e4hlten. Das unvergleichlich starke Wachstum der Menschheit seit dem vorvorigen Jahrhundert hat eine Studenten-Flut an allen Universit\u00e4ten erzeugt. So wichtig die &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/11\/80-artikel-winter-1974\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">80. Artikel Winter 1974<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/420"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=420"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/420\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":421,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/420\/revisions\/421"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=420"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=420"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=420"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}