{"id":424,"date":"2017-10-11T19:32:21","date_gmt":"2017-10-11T17:32:21","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=424"},"modified":"2017-10-11T19:32:21","modified_gmt":"2017-10-11T17:32:21","slug":"82-artikel-sommer-1975","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/11\/82-artikel-sommer-1975\/","title":{"rendered":"82. Artikel Sommer 1975"},"content":{"rendered":"<h5><b>\u201eDer Wert der biologischen Landbauprodukte\u201c<\/b><\/h5>\n<p><i>M\u00f6glichkeiten des Wertenachweises und der Unterscheidung nach dem gegenw\u00e4rtigen Stand der Grundlagenforschung<\/i><\/p>\n<p>Der Wert von Nahrungs- und Futterpflanzen wird bestimmt, indem man sie der chemischen Analyse unterwirft. Dabei werden alle Stoffe, soweit sie der chemischen Analyse zug\u00e4nglich sind, mit ausreichender Genauigkeit erfasst: Eiwei\u00dfe und ihre Bausteine, Kohlenhydrate verschiedenster Art, Fette samt ihren \u201eges\u00e4ttigten\u201c und \u201eunges\u00e4ttigten\u201c Fetts\u00e4uren, Mineralsalze, Vitamine, Enzyme und Spurenstoffe. Andere Kriterien gibt es nicht und soweit es solche gibt, wurden sie als \u201eunwissenschaftlich\u201c beiseite geschoben und nicht als Beweis anerkannt, z.B. Geschmack, Geruch u.a.m. Ja selbst chemisch nachweisbare Qualit\u00e4tsverschlechterungen wie das Pasteurisieren der Milch durch Erhitzen wobei s\u00e4mtliche Enzyme und ein Teil der empfindlichen Vitamine zerst\u00f6rt und die Eiwei\u00dfqualit\u00e4t ver\u00e4ndert werden, wird als unwesentlich abgetan.<br \/>\nIn Wirklichkeit ist der Schaden, der durch das Erhitzen lebendiger Nahrung entsteht noch viel gr\u00f6\u00dfer als die Teilsch\u00e4den, die sich durch die chemische Analyse erkennen lassen. Lebendige Nahrungen werden durch Erhitzen buchst\u00e4blich get\u00f6tet. Was \u00fcbrig bleibt ist eine Leiche. Es d\u00fcrfte ein gewaltiger Unterschied sein, ob man von etwas Lebendigem oder von etwas Totem lebt. Diese einfache Tatsache hat bis jetzt noch nicht ihren Niederschlag in der Wissenschaft gefunden. Lebendigkeit ist eine Eigenschaft der lebenden Substanzen \u00fcber die fr\u00fcher wenig, allzu wenig bekannt war. Unsere Ver\u00f6ffentlichungen \u00fcber den Kreislauf der lebenden Substanzen fanden nur wenig Geh\u00f6r und noch viel weniger Eingang in die Wissenschaft. Ich habe meine Arbeit nur deshalb trotz allen Widerstandes fortgesetzt, weil die Schlussfolgerungen aus der These vom biologischen Kreislauf lebender Erbsubstanz f\u00fcr die t\u00e4gliche Praxis sowohl in der Heilkunde, wie in der Landwirtschaft von ungeheurer Bedeutung sind.<br \/>\nIn den verflossenen 25 Jahren nun ist eine au\u00dfergew\u00f6hnlich fruchtbare biologische Grundlagenforschung in Gang gekommen; die Zeiten haben sich ge\u00e4ndert. Wir haben heute ein gutes Bild von den lebenden Substanzen und ihren Bewegungen innerhalb des Nahrungskreislaufes vom Boden bis zum Menschen und wird diese heute vom gr\u00f6\u00dferen Teil der Biologie, der Biophysik und der Biochemie als Wahrheit entsprechend erkannt. Die Weiterentwicklung Richtung Anerkennung durch die Wissenschaft wird jedoch von zahlreichen Schwierigkeiten begleitet, zuerst einmal durch das Nichterkennen durch die Wissenschaft und ihre Tr\u00e4ger selbst, diese Periode dauert lange Zeit, bis umw\u00e4lzende Erkenntnisse Platz gegriffen haben. Weiters hat in vielen L\u00e4ndern die Industrie gro\u00dfe Anteile der Fachleute unter Kontrolle. Das geschieht auf mannigfache Weise und immer mit Hilfe der Macht des Geldes. Das alles sind gro\u00dfe Hindernisse auf dem Erkennen der Werte der biologischen Landbauprodukte. Es stellt sich die Frage: Gibt es Beweise f\u00fcr den h\u00f6heren Wert dieser Produkte? Es gibt diese Beweise: lebende Organismen haben, wenn sie sich in der Umwelt behaupten wollen vor allem zwei grunds\u00e4tzliche Aufgaben zu erf\u00fcllen: das sind die Selbsterhaltung und die Fortpflanzung. Je vollkommener sie diesen beiden Pflichten nachzukommen f\u00e4hig sind, desto h\u00f6her ist ihr biologischer Wert, ihre Lebensqualit\u00e4t.<br \/>\nEs kann nicht mehr bestritten werden, dass der biologische Landbau im Gegensatz zur Kunstd\u00fcngerwirtschaft ohne jede Giftanwendung auskommt, ohne seine Rentabilit\u00e4t zu verlieren. Im krassen Gegensatz zu den Kulturen der Kunstd\u00fcngerwirtschaft, denen man mit lebensfeindlichen Giften zu Hilfe kommen muss. Die biologischen Pflanzen besitzen Selbstschutz und Selbstheilungskr\u00e4fte, die ihr \u00dcberleben sogar in einer vom Menschen weitgehend verdorbenen Umwelt m\u00f6glich machen. In der gleichen Weise gelingt es dem biologischen Bauern Krankheit und Unfruchtbarkeit aus seinem Tierstall zu verbannen und seine Tiere zu h\u00f6chsten Leistungen zu bringen. Die Unfruchtbarkeit der Nutztiere bereitet dem konventionellen Landbau schwere Sorgen. Es ist unzweifelhaft bewiesen, dass die biologische Nahrung von der das Tier lebt, imstande ist, ihre eigene Fruchtbarkeit auf den Nahrungsempf\u00e4nger zu \u00fcbertragen.<br \/>\nEs kann keinen Zweifel mehr daran geben, dass die biologischen Erzeugnisse einen wesentlich h\u00f6heren Nahrungswert besitzen. Gesundheit ist unteilbar, kein Lebewesen kann auf die Dauer ges\u00fcnder sein als seine Nahrung und die Zeichen von Gesundheit sind bei allen Lebewesen stets die gleichen, ob es sich nun um den Boden, die Pflanze, das Tier oder den Menschen handelt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDer Wert der biologischen Landbauprodukte\u201c M\u00f6glichkeiten des Wertenachweises und der Unterscheidung nach dem gegenw\u00e4rtigen Stand der Grundlagenforschung Der Wert von Nahrungs- und Futterpflanzen wird bestimmt, indem man sie der chemischen Analyse unterwirft. 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