{"id":426,"date":"2017-10-11T19:32:52","date_gmt":"2017-10-11T17:32:52","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=426"},"modified":"2017-10-11T19:32:52","modified_gmt":"2017-10-11T17:32:52","slug":"83-artikel-herbst-1975","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/11\/83-artikel-herbst-1975\/","title":{"rendered":"83. Artikel Herbst 1975"},"content":{"rendered":"<h3>\u201eDas Leben der Muttererde und seine Pflege\u201c<\/h3>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 14pt; margin-bottom: 6pt; text-align: justify;\">Es ist wohl der umfangreichste und tiefgreifendste Artikel in dieser Serie, es ist der Sch\u00f6pfungsbericht \u00fcber das Lebendige dieses unseres Planeten.<\/p>\n<ol style=\"line-height: 1.2; margin-top: 24pt; margin-bottom: 12pt; text-align: center;\">\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Die Mikroorganismen, die ersten Lebewesen auf Erden beleben das Wasser und die Verwitterungskrume der Erde.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Aus ihnen entwickeln sich in sehr langen Zeitr\u00e4umen alle Organismen: Pflanzen, Tiere, Menschen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Alle Lebewesen auf Erden sind aufeinander angewiesen, keines kann ohne das andere existieren, jedes hat seinen Lebensraum.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Es ist alles wohlgeordnet und wer diese Ordnung zerst\u00f6rt, der zerst\u00f6rt sich selbst. Vor diesem ehernen Gesetz sind alle Lebewesen gleich.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Das muss jedem bewusst sein, der Nahrung schafft f\u00fcr Mensch und Tier. Eine solche Nahrung muss der nat\u00fcrlichen Ordnung entspringen, sie muss die nat\u00fcrliche Ordnung vermitteln, tut sie das nicht, schafft sie Unordnung und damit Entartung, die der Anfang ist vom Untergang.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Die Entartung schreitet sichtbar und erschreckend voran, obwohl die meisten Menschen davon nichts wissen und die gr\u00f6\u00dfte aller Gefahren nicht sehen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Die vom organisch-biologischen Landbau geschaffene Nahrung entspricht der nat\u00fcrlichen Ordnung und ist imstande den Menschen wieder zur\u00fcckzuf\u00fchren und seine Lebensordnungen von dem Unrat zu reinigen, der sich breit gemacht hat und ihn unf\u00e4hig macht ein sauberes, vern\u00fcnftiges, nat\u00fcrliches Leben zu f\u00fchren.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Wer vom Leben der Muttererde sprechen will, muss dies alles sagen, weil damit alles anf\u00e4ngt. Die Mikroorganismen des Bodens sind die ersten, die wir pflegen m\u00fcssen, wenn wir nat\u00fcrliche Nahrung erzeugen wollen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Die Mikroorganismen schaffen im Boden biologische Ordnung und wenn sie es nicht t\u00e4ten, dann k\u00f6nnte kein h\u00f6heres Lebewesen in der biologischen Ordnung bleiben.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Der Boden f\u00fcr sich allein bestand aus den Verwitterungsprodukten der Erdoberfl\u00e4che, aus totem Gesteinsstaub. Die Erde war schon einige Milliarden Jahre alt, als die lebende Substanz erschien. Woher sie kam, ob auf der Erde entstanden oder aus dem Weltall kommend, ist nicht entschieden. Sie kam sobald die Voraussetzungen dazu gegeben waren.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Geraume Zeit sp\u00e4ter bildeten sich die ersten lebendigen Zellen im Boden und nahmen schlie\u00dflich die Oberfl\u00e4che der ganzen Erdkugel in Besitz. Sie hatten bereits die F\u00e4higkeit der Fortpflanzung und haben sich in ihren Urformen bis heute erhalten.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Durch das Zusammentreten von Einzelzellen, zuerst wenigen, dann vielen, entstanden die Pflanzen, eine Entwicklung, die jetzt bis in die Einzelheiten bekannt ist. Das Leben ist damals gewisserma\u00dfen aus dem Boden ans Tageslicht getreten.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Durch dieses Zusammentreten und Pflanzenbildung kam es zu einer erh\u00f6hten Bildung von einzelligen Kleinlebewesen, man z\u00e4hlt heute weit \u00fcber 100.000 Arten, und zur Herausbildung der heutigen biologischen Ordnung.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Der Boden bekam eine neue Aufgabe, als die Lebensgemeinschaften der Pflanzen und des Bodens als Grundlage der Vegetation. Durch ihr Wurzelsystem ist die Pflanze dem Boden verhaftet.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Mit Hilfe der Wurzeln kann die Pflanze, das was sie zum Leben und der Fortpflanzung braucht, dem Boden entnehmen und umgekehrt kann sie mit Hilfe der Wurzeln dem Boden zahlreiche Stoffe liefern, die in gr\u00f6\u00dferen Mengen nur die Pflanzen bilden k\u00f6nnen, indem sie in gro\u00dfem Umfang das Licht und die W\u00e4rme der Sonnenstrahlung als Energiequellen ausn\u00fctzen. Durch diesen Stoffaustausch zwischen Boden und Pflanze aber vermag die Pflanze Einfluss auf den Boden zu nehmen und seine Lebensordnungen in ihrem Sinne und zu ihrem Nutzen zu lenken.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Seit dem Entstehen \u00fcberirdischer Lebewesen, der Pflanzen und der Tiere entstehen Abf\u00e4lle, die zwangsl\u00e4ufig auf den Boden kommen (sie fallen ab). Der Boden verdaut sie und hinterl\u00e4sst auf diese Weise neue Fruchtbarkeit. In der Praxis: der organische D\u00fcnger. \u00a0Der Abbau wird durch Kleinlebewesen vorgenommen, durch die sogenannte Abbauflora in der obersten Bodenschicht, die von der Pflanze gemieden wird, die aber unentbehrlich ist f\u00fcr die Vorbereitung von neuer Pflanzennahrung.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Die zweite Flora des Bodens ist die in der darunterliegenden Bodenschicht, der Humus oder Plasma-Gare, wirksamen den Pflanzen zugeh\u00f6rige Wurzelflora, die von der Pflanze direkt abh\u00e4ngig ist und nur leben kann, wenn sie mit der Pflanze t\u00e4tig zusammenwirkt.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Die pflanzen-zugeh\u00f6rige Wurzelflora besteht sowohl aus gewissen Pilzsorten, wie aus Bakterien. Beide Arten von Mikroorganismen sind Mitarbeiter der Pflanze, sie sind wie wir sagen \u201eSymbionten\u201c und mit ihr in t\u00e4tigem Zusammenleben verbunden. Diese Wurzelbakterien-Flora kann man mit Hilfe von Auslese-Methoden im Laboratorium herausz\u00fcchten und ihre Eigenschaften pr\u00fcfen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Diese Bakterienflora kommt nicht nur bei den Pflanzen vor, sondern auch bei den Tieren und den Menschen. Sie leben dort auf den Schleimh\u00e4uten, beim Menschen z.B. auf der Mundschleimhaut, Rachenring, unterem D\u00fcnndarm und dem ganzen Dickdarm. Diese Bakterien haben durchwegs die F\u00e4higkeit Milchs\u00e4ure zu bilden und arbeiten als Symbionten bei Pflanze, Tier und Mensch. Der Wurzelapparat kann auch als \u201eDarm der Pflanze\u201c betrachtet werden.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Genauso wie man die Wurzelflora-Bakterien ben\u00fctzen kann um Aussagen \u00fcber Gesundheit oder Nichtgesundheit von Tier und Mensch zu bekommen, kann man sie auch benutzen, um \u00fcber die Beschaffenheit der Bodengesundheit zu urteilen. Man kann daher die Wurzelflora als Qualit\u00e4tsmerkmal im Landbau benutzen. Man kann erfahren, welche Anbauma\u00dfnahmen (Bodenbearbeitung D\u00fcngung) f\u00fcr die Bodengesundheit n\u00fctzlich sind.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Durch das allj\u00e4hrliche zuweilen sogar zweimalige Pfl\u00fcgen wird die nat\u00fcrliche Bodenschichtung vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt. Man zwingt die Pflanze in der von ihr nicht geliebten Abbauflora zu wurzeln, wobei die Wurzelflora krank wird. Daher wenn es n\u00f6tig ist, den Boden in die Tiefe hineinlockern.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Wenn durch Bearbeitungsma\u00dfnahmen unaufbereitete organische Masse in die Wurzeltiefen der Pflanze gelangt, bildet sich dort sofort eine Abbauflora, mit der Folge von St\u00f6rung der Wurzelflora und Krankheit der Pflanze. Die kranke Pflanzenkultur ist eine untaugliche Nahrung. Daher frische organische Masse niemals in die Tiefe bringen.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Wird synthetische Stickstoffd\u00fcngung durchgef\u00fchrt, wird die ganze so sorgf\u00e4ltig vom Boden aufgebaute Lebensordnung und die Arbeit der Kleinlebewesen aller Art \u00fcberfl\u00fcssig, weil man Pflanze und Boden jede Arbeit erspart und unter Umgehung der nat\u00fcrlichen Stickstoffgewinnung diesen Baustoff fertig anliefert. Die Folge ist Abbau des Wurzelapparates, der Bakterienflora und Mangel an allen Stoffen, die im nat\u00fcrlichen Bodenleben entstehen und die man niemals k\u00fcnstlich ersetzen kann, die aber sehr wohl lebensnotwendig f\u00fcr den Aufbau der Pflanze und deren Qualit\u00e4t sind.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Eine bestm\u00f6gliche Pflanzennahrung kann eben nur der Boden selbst zubereiten, verm\u00f6ge seiner Lebensordnung und seiner t\u00e4tigen Zusammenarbeit mit der Pflanze.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Das Leben des Bodens ist abh\u00e4ngig von der Bodenatmung durch die die organische \u201eLebendverbauung\u201c und Kr\u00fcmelbildung gew\u00e4hrleistet wird. Die nat\u00fcrliche Kr\u00fcmelung ist nicht durch k\u00fcnstliches Kr\u00fcmeln (durch Bodenbearbeitung) ersetzbar (f\u00e4llt im Regen zusammen). Nur der durch organische Verbauung entstandene Kr\u00fcmel ist best\u00e4ndig, daher ein best\u00e4ndiges F\u00fcttern des Bodens mit organischem D\u00fcnger.<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 0pt; text-align: justify;\">Die physiologische Wurzelbakterienflora der Milchs\u00e4urebildner wird nicht nur durch fehlende Bodenatmung sondern auch durch Schadstoffe (Lebensgifte) aller Art zerst\u00f6rt. Solche Schadstoffe kommen nicht nur aus der chemischen Retorte, sondern auch aus falsch behandeltem Betriebsd\u00fcnger. Mist, G\u00fclle und Jauche m\u00fcssen der atmenden Rotte (Bel\u00fcftung) \u00fcbergeben werden, ansonsten sie eine F\u00e4ulnisbakterienflora entwickeln mit bakterien- und wurzelsch\u00e4digenden Hemmstoffen (Stapelmiste, unbel\u00fcftete G\u00fcllen und Jauchen).<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p dir=\"ltr\" style=\"line-height: 1.2; margin-top: 3pt; margin-bottom: 6pt; text-align: justify;\">Wenn wir das Bodenleben in einem fruchtbaren Boden betrachten, so tun wir einen tiefen Blick in die Geheimnisse und Wunder der Natur, die man niemals k\u00fcnstlich ersetzen kann und die bis in alle Ewigkeit ihr Geheimnis bleiben werden. Die Ehrfurcht von dem Leben muss wiederkehren, wenn die Menschen das Leben in Gesundheit behalten oder wiedererringen wollen \u2013 das lehrt uns auch dieser Blick in die Wunder des Lebens.<\/p>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDas Leben der Muttererde und seine Pflege\u201c Es ist wohl der umfangreichste und tiefgreifendste Artikel in dieser Serie, es ist der Sch\u00f6pfungsbericht \u00fcber das Lebendige dieses unseres Planeten. Die Mikroorganismen, die ersten Lebewesen auf Erden beleben das Wasser und die Verwitterungskrume der Erde. Aus ihnen entwickeln sich in sehr langen Zeitr\u00e4umen alle Organismen: Pflanzen, Tiere, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/11\/83-artikel-herbst-1975\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">83. 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