{"id":430,"date":"2017-10-11T19:33:44","date_gmt":"2017-10-11T17:33:44","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost\/wordpress\/?p=430"},"modified":"2017-10-11T19:33:44","modified_gmt":"2017-10-11T17:33:44","slug":"85-artikel-fruehjahr-1976","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/11\/85-artikel-fruehjahr-1976\/","title":{"rendered":"85. Artikel Fr\u00fchjahr 1976"},"content":{"rendered":"<p><b>\u201eEine Erwiderung\u201c<\/b><\/p>\n<p>Die von Dr. Hans Peter Rusch entwickelten Bodenproben wurden in seinem Hauptlabor ausgearbeitet, es wurde aber auch ein kleines Labor in der Schweiz in Germignaga (Tessin) eingerichtet, in dem Dr. Ruschs Hauptmitarbeiterin durch Jahrzehnte, Fr. Hoerning, die gleiche Arbeit verrichtete. Zwei von amtswegen bestellte Gutachter erschienen dort und verlautbarten nach kurzem Besuch, das Labor sei \u201ewenig repr\u00e4sentativ\u201c und die Handhabung der Bodenpr\u00fcfungen sei \u201eunwissenschaftlich\u201c.<\/p>\n<p>Nachdem es sich um amtlich bestellte Gutachten handelt, von angeblich Sachverst\u00e4ndigen erstellt, die \u00fcberall als Basis f\u00fcr die Entschl\u00fcsse der Regierungen dienen und so unsere Pionierarbeit ganz erheblich behindern k\u00f6nnen, will ich mich dazu \u00e4u\u00dfern: Fr. Hoerning macht die Ausarbeitung der Proben wie gemeinsam vorher \u00fcber 20 Jahre lang im Hauptlabor, mit einfachsten Mitteln, aber mit der gleichen wissenschaftlichen Exaktheit. So bleiben die Kosten gering und die biologische Sanierung der B\u00f6den \u00fcberwacht. Die Leistung der kleinen Labors ist einmalig.<\/p>\n<p>Man wisse und erinnere sich, dass die gr\u00f6\u00dften und fruchtbarsten Entdeckungen der Wissenschaft fast ohne Ausnahme in wenig \u201erepr\u00e4sentativen Labors\u201c gemacht wurden. So hat Otto Hahn die erste Atomkernspaltung der Welt in einem bescheidenen Labor mit selbstgebastelter Apparatur vollbracht. Robert Koch entdeckte den ersten Krankheitserreger in einem primitiven Mikroskop, in einem Verschlag, abgeteilt vom Sprechzimmer durch eine Pappwand. Die Findung der wichtigsten Seuchenerreger bedeutete die Besiegung der schlimmsten menschenmordenden Seuchen und der Beginn des Hygiene-Zeitalters. Die Reihe solcher Beispiele lie\u00dfe sich beliebig fortsetzen.<\/p>\n<p>Der uns beherrschende Gedanke war, einen labortechnisch einfachen Bodentest zu erstellen, den der normale Bauer auch bezahlen kann. Man erinnere sich und wisse, dass die gr\u00f6\u00dften und fruchtbarsten Entdeckungen und Erfindungen in gro\u00dfer Zahl bei ihrem Erscheinen heftig bestritten und bek\u00e4mpft wurden, so sagte Max Planck, Nobelpreistr\u00e4ger der Physik: \u201eEine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, dass ihre Gegner \u00fcberzeugt werden und sich als belehrt erkl\u00e4ren, sondern vielmehr dadurch, dass die Gegner aussterben und dass die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist\u201c. Bei den Erstver\u00f6ffentlichungen werden neue Wahrheiten meistens als \u201eunwissenschaftlich\u201c abgetan. So geschah es in diesem Fall auch uns. H\u00e4tten die Herrn Gutachter sich die M\u00fche gemacht unser Hauptlabor zu besuchen und vor allem mit mir selbst zu sprechen, w\u00e4re zumindest ihre Handlungsweise nicht \u201eunwissenschaftlich\u201c gewesen.<\/p>\n<p>Es wird allerorten zur Zeit versucht, anhand chemischer Elementaranalysen nachzuweisen, dass sich ein Unterschied zwischen kunstged\u00fcngter Marktware und biologischer Produktion nicht finden l\u00e4sst. Die tote Materie ist freilich die gleiche. Der Unterschied zwischen \u00fcblicher Marktware und echt biologischem Gew\u00e4chs liegt in der lebendigen Organisation der toten Materie, nicht in den Mengenzahlen an Hauptelementen. Um aber die biologische Wirkung von Lebensmitteln beurteilen zu k\u00f6nnen, muss mit Lebensvorg\u00e4ngen gearbeitet werden. So haben die amerikanischen Wissenschafter Potenger und Simson 20 Jahre lang Katzen mit verschiedenen Milchsorten gef\u00fcttert. Nur jene Gruppe, die frische Rohmilch bekam, blieb gesund und munter. Jene, die mit pasteurisierter, kondensierter oder Trockenmilch gef\u00fcttert wurden, starben sp\u00e4testens in der 6. Generation aus, nach lange vorher bereits gezeigten Entartungserscheinungen.<\/p>\n<p>Daraus geht hervor: Lebendiges l\u00e4sst sich nur an Lebensvorg\u00e4ngen pr\u00fcfen, wer etwas \u00fcber den biologischen Wert oder Unwert von Lebensmitteln erfahren will, muss sich schon die M\u00fche machen, sie an lebendigen Vorg\u00e4ngen zu pr\u00fcfen, mit chemischen Analysen ist da nichts zu finden. Das bedeutet im allgemeinen, dass man sich mit langj\u00e4hrigen und kostspieligen F\u00fctterungsversuchen abm\u00fchen muss, um die biologische Qualit\u00e4t zu ermitteln. Dazu fehlte uns das n\u00f6tige Geld. Wir sind daher einen anderen, weniger teuren Weg gegangen, wir benutzen als Versuchsobjekt die Bakterien aus dem Lebensbereich der S\u00e4ugetiere und des Menschen.<\/p>\n<p>Diese Versuchstiere stellen in kurzer Zeit neue Generationen zur Verf\u00fcgung (alle 20 Minuten) und sind in jeder Bodenprobe schon von selbst vorhanden und geben uns rasche Antworten. Auf diese Weise ist es m\u00f6glich, Bodenproben in wenigen Tagen zu pr\u00fcfen, so billig wie m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die derzeitige Wissenschaft hat von Jugend auf gelernt, dass sich alles Lebendige aus Materie aufbaut, sie wissen nichts von Kreislauf der lebendigen Erbsubstanzen und wissen nicht, dass aus Materie niemals etwas Lebendiges wird, wenn es nicht von dem geheimnisvollen Etwas, das wir Leben nennen, geordnet wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eEine Erwiderung\u201c Die von Dr. Hans Peter Rusch entwickelten Bodenproben wurden in seinem Hauptlabor ausgearbeitet, es wurde aber auch ein kleines Labor in der Schweiz in Germignaga (Tessin) eingerichtet, in dem Dr. Ruschs Hauptmitarbeiterin durch Jahrzehnte, Fr. Hoerning, die gleiche Arbeit verrichtete. Zwei von amtswegen bestellte Gutachter erschienen dort und verlautbarten nach kurzem Besuch, das &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2017\/10\/11\/85-artikel-fruehjahr-1976\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">85. Artikel Fr\u00fchjahr 1976<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/430"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=430"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/430\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":431,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/430\/revisions\/431"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=430"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=430"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=430"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}