{"id":659,"date":"2018-02-18T19:21:34","date_gmt":"2018-02-18T18:21:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.orbi.or.at\/?p=659"},"modified":"2018-02-18T19:39:11","modified_gmt":"2018-02-18T18:39:11","slug":"95-artikel-sommer-1979-nur-leben-erzeugt-leben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2018\/02\/18\/95-artikel-sommer-1979-nur-leben-erzeugt-leben\/","title":{"rendered":"95. Artikel Sommer 1979"},"content":{"rendered":"<p><strong>&#8222;Nur Leben erzeugt Leben&#8220;<\/strong><\/p>\n<p>Jedes Zeitalter hat auf seine Weise und mit seinen Mitteln versucht das Naturwunder \u201eLeben\u201c zu begreifen. Es ist eine Frage, die alle Menschen angeht, vor allem aber uns, die wir als H\u00fcter des Lebens angetreten sind.<\/p>\n<p>Die Naturwissenschaft hat die Geheimnisse der Materie, des Stofflichen bis beinahe ins letzte entschleiert und damit auch den stofflichen Bestand der Lebewesen. Materiell gesehen ist die Erscheinung \u201eLeben\u201c f\u00fcr die Naturwissenschaft kaum noch ein Geheimnis. Was aber v\u00f6llig \u00fcbersehen wurde, war, dass die Erscheinung \u201eLeben\u201c und die Grundgesetze des \u201eLebens\u201c an der Materie allein nicht gedeutet und nicht erkannt werden k\u00f6nnen, denn das Stoffliche ist nicht mehr als ein Diener des Lebens, der dazu dient, die Gestaltung des Lebendigen zu formen.<\/p>\n<p>Das Leben war vorher vor allem Stofflichen und es ist nachher, sobald das Leben die irdisch-stoffliche Gestalt verlassen hat. Das Leben ist ewig, es ist Geistiges, das der Materie nur bedarf, wenn es sich f\u00fcr uns sichtbar darstellen soll. Das Geheimnis \u201eLeben\u201c ist also in Wirklichkeit hinter der Erscheinung \u201eLebewesen\u201c zu suchen, es kann nur gedacht, aber niemals stofflich bewiesen werden.<\/p>\n<p>Leben kann nur vom Leben selbst geschaffen werden. Wir Menschen k\u00f6nnen nicht Leben schaffen. Wir k\u00f6nnen es allenfalls manipulieren in irgendeiner gewollten Richtung, zB. sind unsere Kulturpflanzen solche Manipulationen. Sobald aber unsere Manipulationen zu weit gehen, ruft uns der W\u00e4chter \u00fcber das Leben in seiner h\u00f6heren Weisheit zur Ordnung und sorgt daf\u00fcr, dass diese Gesch\u00f6pfe des Menschen zugrunde gehen. Kunstged\u00fcngte Kulturen werden vom Sch\u00e4dling befallen und so ausgetilgt, au\u00dfer man bespr\u00fcht sie mit Gift. Auch der Kulturpflanzenz\u00fcchter geht von Wildgew\u00e4chsen aus, also vom Lebendigen, wenn Kunstz\u00fcchtung Abbauerscheinungen zeigt, muss auf Wildlinge zur\u00fcckgegriffen werden, also auf die Vorr\u00e4te des Lebendigen.<\/p>\n<p>Alle Lebewesen bestehen aus Zellen, bis hinab zum einzelligen Lebewesen, der Mikrobe. Diese Zellen sind samt und sonders nichts anderes als winzige Geh\u00e4use f\u00fcr lebende Substanzen, die in ihrer Gesamtheit die Art, die Gestalt und die Funktionen einer jeden Zelle bestimmen. Das Lebendigsein eines Organismus baut sich also auf aus dem Leben aller seiner Zellen und das Lebendigsein einer jeden Zelle baut sich auf aus dem Leben aller ihrer lebenden Substanzen. Letzten Endes ist es also die lebende Substanz, die Leben vermittelt und Leben weitertr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Die fr\u00fchere Annahme, die bis in die Gegenwart verk\u00fcndet wurde, dass die Zelle als kleinste Einheit des Lebendigen bei ihrem Tod mineralisiert werde, dh. zu ihren leblosen Mineralbestandteilen abgebaut werde, wurde durch unz\u00e4hlige Experimente widerlegt dahingehend, dass die lebenden Substanzen den Tod der Zelle unter nat\u00fcrlichen Umst\u00e4nden ohne Ausnahme \u00fcberleben. Seitdem gilt die lebende Substanz als kleinste Lebenseinheit. Man nennt es heute DNS, ausgeschrieben Desoxyribonukleins\u00e4ure, der Bezeichnung der Biochemiker folgend.<\/p>\n<p>Diese kleinste Einheit des Lebendigen ist so unendlich klein, dass s\u00e4mtliche lebende Substanz auf der Erde, dh. die Substanz von Menshcen, Tieren, Pflanzen und Mikroben, w\u00fcrde wie Biochemiker ausgerechnet haben, einen guten Liter ausmachen.<\/p>\n<p>Man darf annehmen, dass die Menge aller lebender Substanz auf der Erde begrenzt ist und nicht wesentlich vermehrt werden kann, da sich die Lebensr\u00e4ume der einzelnen Arten von Lebewesen gegenseitig begrenzen. Wenn sich zB. der mensch unverh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig stark vermehrt, wie es ja geschieht, so geht dies auf Kosten anderer Lebewesen, der Tiere und Menschen.<\/p>\n<p>Man darf aber auch annehmen, dass die Natur diese kostbare Substanz, die das Leben tr\u00e4gt, nicht verschwendet, sondern weiterreicht von Lebewesen zu Lebewesen: \u201eKreislauf der lebendigen Substanz\u201c. Und dieser neue Leitgedanke, der uns durch die letzten Jahrzehnte unserer Arbeit gef\u00fchrt hat und unserem Bild vom biologischen Landbau zugrundeliegt, hat inzwischen zahlreiche exakt-wissenschaftliche Beweise gefunden.<\/p>\n<p>Letzten Endes ist also in unseren Nahrungen das wichtigste die lebende Substanz, denn sie ist die einzig feststellbare Substanz in der Nahrung, die imstande ist, Leben zu spenden, Leben zu vermitteln und zu erhalten. Im lebendigen Boden, den man zurecht \u201eMuttererde\u201c nennt, findet sie sich in ihrer \u201enacktesten\u201c Form und wird einer biologischen Reinigung unterzogen, von allen Begleitstoffen entkleidet. In dieser Form wird sie von den Bodenbakterien, soweit sie als \u201eWurzelflora\u201c mit Pflanzen in Beziehung steht, aufgenommen und in die Pflanze weitergereicht. So kommt sie dann letzten Endes im ewigen Kreislauf auch wieder zu uns Menschen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;Nur Leben erzeugt Leben&#8220; Jedes Zeitalter hat auf seine Weise und mit seinen Mitteln versucht das Naturwunder \u201eLeben\u201c zu begreifen. Es ist eine Frage, die alle Menschen angeht, vor allem aber uns, die wir als H\u00fcter des Lebens angetreten sind. Die Naturwissenschaft hat die Geheimnisse der Materie, des Stofflichen bis beinahe ins letzte entschleiert und &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2018\/02\/18\/95-artikel-sommer-1979-nur-leben-erzeugt-leben\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">95. Artikel Sommer 1979<\/span> weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[4],"tags":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/659"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=659"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/659\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":671,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/659\/revisions\/671"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=659"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=659"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=659"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}