{"id":672,"date":"2018-02-18T19:41:22","date_gmt":"2018-02-18T18:41:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.orbi.or.at\/?p=672"},"modified":"2018-02-19T22:07:45","modified_gmt":"2018-02-19T21:07:45","slug":"96-artikel-herbst-1979","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2018\/02\/18\/96-artikel-herbst-1979\/","title":{"rendered":"96. Artikel Herbst 1979"},"content":{"rendered":"<p><strong>\u201eDie heilende Kraft des Lebendigen\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Die Naturwissenschaft von gestern, welche die gegenw\u00e4rtige Lebensordnung geschaffen hat, machte vergessen, dass sie den Odem Gottes nicht hat und niemals haben wird. Allein aus diesem einzigen gro\u00dfen Irrtum heraus, sind die Voraussetzungen f\u00fcr die gro\u00dfe Krise entstanden, der die wei\u00dfe Menschheit entgegengeht, wenn sie nicht noch beizeiten radikal umzudenken versteht.<\/p>\n<p>Es war die gro\u00dfe entscheidende Frage: Wird die Wissenschaft imstande sein, rechtzeitig ihre Erkenntnisse so zu erweitern, dass endlich der Materialismus in seine Schranken verwiesen wird. Die Frage musste damals verneint werden. Es war abzusch\u00e4tzen, dass die Forschung wahrscheinlich erst in 50 Jahren soweit sein kann. Bis dahin und sicher weit dar\u00fcber hinaus werden die Lebensordnungen der Menschen von der Materie und ihren Gesetzen diktiert werden und bis dahin wird die Verderbnis der Grundgesundheiten in der lebendigen Natur und die Dezimierung der Erbsubstanzen als allgemeine Entartung in Erscheinung treten, vielleicht sogar in einem Ausma\u00df die eine Regeneration nicht mehr zul\u00e4sst.<\/p>\n<p>Wer Augen hat zu sehen, wird die schleichende Entartung in den Industrienationen heute erkennen. Sie tritt als Verfall von Moral und Sitte, als Zerst\u00f6rung der Familie, als Landflucht, als sinnloser Egoismus und Individualismus und in vielen anderen Formen beim Menschen ja deutlich genug in Erscheinung. Wenn das so weitergeht, wird der Mensch dem unerbittlichen Gesetz der Ausmerzung des Lebensunwerten zum Opfer fallen.<\/p>\n<p>Die Naturwissenschaft aber vermag \u2013 trotz aller erstaunlicher Fortschritte \u2013 bis heute nicht die Direktiven f\u00fcr die Errettung des Menschen vor der Vernichtung auszugeben. Sie hat die \u00fcberragende Bedeutung des Lebendigen f\u00fcr die Grundgesundheiten alles Lebenden nicht rechtzeitig erkannt, weil seinerzeit vor 50 Jahren ausreichende exakte Forschungsgrundlagen fehlten.<\/p>\n<p>In dieser Situation musste der Entschluss gefasst werden auch ohne ausreichende Grundlagen dem Prinzip des Lebendigen Rechnung zu tragen und Methoden zu entwickeln, mit denen unmittelbare praktisch verwretbare Direktiven (Arbeitsangaben) erarbeitet werden konnten.<\/p>\n<p>Der Entschluss entgegen den Gebr\u00e4uchen der Naturwissenschaft auf mangelhafter Basis Gesetze und Thesen aufzustellen, dieser Entschluss ist mir nicht leicht gefallen. Es galt immerhin als Hochschullehrer die Universit\u00e4t zu verlassen und sich der Gefahr auszusetzen, von den \u201eOffiziellen\u201c verkannt und verspottet zu werden, wie es denn auch geschah.<\/p>\n<p>Um vorl\u00e4ufige Unterlagen f\u00fcr die Bedeutung des lebendigen Prinzips zu bekommen, fanden wir die M\u00f6glichkeit zur Forschungsarbeit im Laboratorium von Arthur Becker, dem eigentlichen Begr\u00fcnder der heutigen Bakterientherapie. Das Labor wurde von der Familie Leitz-Wetzlar finanziert, die forschrittlichen Gedanken gegen\u00fcber sehr aufgeschlossen war. Die notwendige \u00d6ffentlichkeits- und Aufkl\u00e4rungsarbeit war bei Hans Kolb und Helmut Mommsen in besten H\u00e4nden. Auf diese Weise konnte nach dem Tod von Arthur Becker und der Aufl\u00f6sung seines Labors 1953 ein eigenes Laboratorium in Herborn begr\u00fcndet und die Forschung weitergef\u00fchrt werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Bodenforschung als erste Grundlage f\u00fcr den biologischen Landbau fanden wir schon seit 1951 die so wertvolle Unterst\u00fctzung durch Dr. Hans M\u00fcller, dem Leiter einer Landbauorganisation, die inzwischen in vielen L\u00e4ndern Fu\u00df gefasst hat. So konnte vor allem eine Methode ausgearbeitet wreden, die nach Art und Kosten zur breiten Anwendung im Landbau geeignet ist, zuverl\u00e4ssige Aussagen \u00fcber Intensit\u00e4t und biologische Qualit\u00e4t des Bodens gibt und sich zur Kontrolle der B\u00f6den in umgestellten Betrieben eignet.<\/p>\n<p>Das Entscheidende war f\u00fcr uns die Forschung mit der wir 1949 begannen. Als erste gr\u00f6\u00dfere Mitteilung erschien 1951 in der \u201eWiener medizinischen Wochenschrift das \u201eGesetz von der Erhaltung der lebendigen Substanz\u201c. Zwei Jahre sp\u00e4ter erschien im Hartmann-Verlag Z\u00fcrich mein Buch mit dem anspruchsvollen Titel: \u201eNaturwissenschaft von morgen\u201c, das aus meinen Vortr\u00e4gen vor europ\u00e4ischen Universit\u00e4ten besteht und in dem vor allem meine These von \u201eKreislauf der lebendigen Substanz\u201c erl\u00e4utert ist.<\/p>\n<p>Diese These hat nun seitdem in vielerlei Einzelheiten ihre Best\u00e4tigung durch die Makromolekular-Biologie und die Biogenetik bekommen. Damals aber hatten wir solche Kenntnisse \u00fcber die lebende Substanz nicht zur Verf\u00fcgung; wir hatten nur die M\u00f6glichkeit sie im Licht- und Fluoreszenzmikrosop in ihrem Kreislauf zu verfolgen. Dabei wurde auch erkannt, dass die sogenannten physiologischen Bakterien wichtige \u00dcbertr\u00e4ger zwischen dem lebendigen Boden und allen lebenden Organismen bis hin zum Menschen darstellen \u2013 \u00dcbertr\u00e4ger der lebenden Substnazen und Erbsubstanzen.<\/p>\n<p>Immerhin bekamen damit die verschiedensten Richtungen in der Naturheilkunst und im biologischen Landbau eine erste naturwissenschaftliche Rechtfertigung. Schon damals wurde mit sicherem Instinkt die Heilkraft der nat\u00fcrlich gewachsenen, nicht k\u00fcnstlich getriebenen und nicht begifteten Nahrung als Rohkost erkannt.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDie heilende Kraft des Lebendigen\u201c Die Naturwissenschaft von gestern, welche die gegenw\u00e4rtige Lebensordnung geschaffen hat, machte vergessen, dass sie den Odem Gottes nicht hat und niemals haben wird. 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