{"id":820,"date":"2018-07-15T10:57:12","date_gmt":"2018-07-15T08:57:12","guid":{"rendered":"http:\/\/www.orbi.or.at\/?p=820"},"modified":"2018-09-20T21:31:51","modified_gmt":"2018-09-20T19:31:51","slug":"104-artikel-sommer-1983-der-lebendige-garten-als-quell-der-gesundheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2018\/07\/15\/104-artikel-sommer-1983-der-lebendige-garten-als-quell-der-gesundheit\/","title":{"rendered":"104. Artikel Sommer 1983: Der lebendige Garten als Quell der Gesundheit\u201c"},"content":{"rendered":"<p>Alles Leben kommt aus dem Boden. Nahrung aus gesundem Boden ist Heilmittel im besten Sinn des Wortes. Gesund aber ist nur der Boden, der lebt. Denn nur der Ablauf einer Kette von Lebensvorg\u00e4ngen im Boden schafft der Pflanze die nat\u00fcrliche Nahrung. Ohne solche Nahrung ist sie nicht vollkommen. Man wei\u00df heute, dass es keine wirklich k\u00fcnstliche Nahrung gibt, auch f\u00fcr die Nahrungspflanzen nicht. Man wei\u00df heute, dass sich die Forderung nach vollkommener Ern\u00e4hrung auf die Bem\u00fchung konzentriert, den Boden voll lebendig zu erhalten, oder wieder lebendig zu machen dort wo er ausgebeutet wurde bis zur Leblosigkeit.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Forschung steht sogar schon viel mehr fest, als sich die Schulweisheit tr\u00e4umen l\u00e4sst. Es steht fest, dass die Ern\u00e4hrung des Bodenlebens mit organischen Stoffen \u2013 dh. allen Abf\u00e4llen aus der Lebenst\u00e4tigkeit der Organismen \u2013 unerl\u00e4ssliche Voraussetzung f\u00fcr die h\u00f6chstm\u00f6gliche Bodenleistung ist. Wird diese Voraussetzung erf\u00fcllt, so ist Landwirtschaft und G\u00e4rtnerei auf lebendigem Boden jedem anderen Verfahren in jeder Beziehung eindeutig und haushoch \u00fcberlegen. Die Natur kann es eben doch besser als wir, denn auf diese Weise schafft sie Nahrungspflanzen mit h\u00f6chstem Ertrag, mehr als doppelter Haltbarkeit, reinem Geschmack, vorz\u00fcglichem Geruch und unverminderter Fruchtbarkeit; auf diese Weise vermag sie Stall- und Milchleistung und letztlich die Gesundheit von Nutztieren und \u2013 Menschen Jahr um Jahr auf einen h\u00f6heren Stand zu bringen.<\/p>\n<p>Dies sei zuvor gesagt, um zu zeigen, wie wichtig es ist, sich mit dem Bodenleben unseres Gartens zu besch\u00e4ftigen. Wie hat das nun zu geschehen?<\/p>\n<p>Versuch: Aufbringen einer Mulchschicht aus Grasschnitt oder geh\u00e4ckselter Gr\u00fcnmasse zwischen den Saatreihen, der so bedeckte oden zeigt reges Leben, er ist kr\u00fcmelig und dunkel von den Abf\u00e4llen der Lebenst\u00e4tigkeit. Der Boden ist locker, besser als mit bisher bekannten Ma\u00dfnahmen.<\/p>\n<p>Die Lebenspflege des Bodens braucht dabei:<\/p>\n<ul>\n<li>Niemals darf der Boden nackt bleiben, wie dies ehemals \u00fcblich war. Der Boden ist keine gute Stube. Nur unter einer Decke, wie sie von selbst in der Natur existiert, kann das Leben gedeihen.<\/li>\n<li>Organische Abf\u00e4lle, ganz gleiche welcher Art, k\u00f6nnen auf keine Art so vollkommen f\u00fcr das Bodenleben ausgen\u00fctzt werden, wie es die Natur auch macht: durch direktes Auflegen von frischem Zustand.<\/li>\n<li>Ein Boden, der durch ausreichende organische Ern\u00e4hrung lebendig geworden ist, braucht nicht mehr k\u00fcnstlich gelockert zu werden, er wird niemals fest, auch nicht im l\u00e4ngsten Regen. Umgraben st\u00f6rt das schichtweise ablaufende, kettenartig sich abl\u00f6sende Bodenleben. Man muss danach streben, alles lebendige Abfallmaterial so fr\u00fch wie m\u00f6glich auf den Boden zu bringen. Das Material darf aber frisch niemals in den Boden eingearbeitet werden, auch nicht oberfl\u00e4chlich. Es w\u00fcrden somit Lebensvorg\u00e4nge in dichtere, tiefere Bodenschichten gelangen, die dort nichts zu suchen haben, die vor allem den Pflanzenwurzeln erheblich schaden. Die Lebensvorg\u00e4nge der Verrottung m\u00fcssen in nat\u00fcrlicher Schichtung ablaufen, die sich ganz von selbst bildet. Bei nasser Witterung darf die Bodendecke nicht so dicht sein, wie bei trockener, weil sie sonst unliebsam fault.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Das Unkraut w\u00e4chst auf lebendigem Boden freilich ebenfalls erheblich besser, seiner Verwendung als Mulch steht jedoch nichts im Wege. Als Mineralersatz kommt nur in Frage, was der lebende Boden ohne Schaden vertr\u00e4gt: Urgesteinsmehl Kalk als Naturprodukt. K\u00fcnstlicher Stickstoff darf nicth in einen lebendigen Boden. Sehr bew\u00e4hrt sich die Behandlung des Bodens mit Kr\u00e4uterextrakten, Bakterien und Spurenstoffen.<\/p>\n<p>Selbst versuchen, es gibt noch keine Lehrb\u00fccher.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Alles Leben kommt aus dem Boden. Nahrung aus gesundem Boden ist Heilmittel im besten Sinn des Wortes. Gesund aber ist nur der Boden, der lebt. Denn nur der Ablauf einer Kette von Lebensvorg\u00e4ngen im Boden schafft der Pflanze die nat\u00fcrliche Nahrung. Ohne solche Nahrung ist sie nicht vollkommen. Man wei\u00df heute, dass es keine wirklich &hellip; <a href=\"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2018\/07\/15\/104-artikel-sommer-1983-der-lebendige-garten-als-quell-der-gesundheit\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">104. 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