{"id":822,"date":"2018-07-15T11:00:36","date_gmt":"2018-07-15T09:00:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.orbi.or.at\/?p=822"},"modified":"2018-09-20T21:31:16","modified_gmt":"2018-09-20T19:31:16","slug":"105-artikel-christmonat-1983-qualitaetstestung-von-nahrungspflanzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.orbi.or.at\/index.php\/2018\/07\/15\/105-artikel-christmonat-1983-qualitaetstestung-von-nahrungspflanzen\/","title":{"rendered":"105. Artikel Christmonat 1983: Qualit\u00e4tstestung von Nahrungspflanzen\u201c"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr den Wert einer Pflanze als Lebensmittel ist entscheidend nicht ihr Gehalt an chemisch identifizierbaren Stoffen, sondern ihr Gehalt an spezifischer lebendiger Substanz und deren Gesamtwirkung auf den ern\u00e4hrten Organismus. Das geht aus der erst jetzt erforschten Tatsache hervor, dass alle Lebewesen sowohl die Pflanzen als auch die Tiere, ihre lebende Erbsubstanz nicht aus sich selbst heraus vermehren, sondern durch die Resorption lebendiger Partikel in etwa Virusgr\u00f6\u00dfe. Die Abh\u00e4ngigkeit ekl\u00e4rt sich daraus, dass die spezifischen Partikel und deren W\u00e4rmegrad abh\u00e4ngende Spezifit\u00e4t besitzen. Ist diese Spezifit\u00e4t im Sinne der biologischen Norm-Gesundheit beschaffen, so ist die Gesundheit des damit ern\u00e4hrten Lebewesens sicher.<\/p>\n<p>Die Bildungsformen spezifischer lebender Substanz in Form von Vitaminen, Hormonen und Enzymen sind teilweise chemisch isolierbar und also messbar. Da uns aber bisher unbekannt ist, wie die organischen Tr\u00e4ger dieser Substanzen beschaffen sein m\u00fcssen, um biologisch der Norm zu entsprechen, und da uns au\u00dferdem die Komplexe aller solcher Wirkstoffe, die die biologische Gesamtwirkung ergeben, unbekannt sind, sind wir einstweilen, vielleicht auch immer, auf rein biologische Pr\u00fcfmethoden angewiesen.<\/p>\n<p>Nun besitzen wir in den sogenannten physiologischen Bakterien ein Lebewesen, dessen Lebensbed\u00fcrfnisse weitgehend denjenigen gesunder Zellen und Gewebe entsprechen. Es handelt sich hier um die Masse der in der belebten Welt vorzufindenden Bakterien, die im Boden, auf und in Pflanzen und auf den Schleimh\u00e4uten tierischer Organismen leben und mit den von ihnen besiedelten Lebewesen eine Interessen-Gemeinschaft bilden. Was man zu den physiologischen Bakterien zu rechnen hat, ist in letzter Zeit mehr und mehr bekannt geworden, unter ihnen finden sich eine ganze Reihe solcher, die sich als Laboratorium-St\u00e4mme z\u00fcchten lassen und deren biologische Eigenschaften relativ gut beobachtet werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Diese Baktieren-Zellen bieten sich nun als Ersatz an, wenn man die Wirkung von Nahrungsmitteln auf unsere eigenen K\u00f6rperzellen erforschen will. Was ihnen schadet, schadet auch uns. Man reicht ihnen gewisserma\u00dfen die zu untersuchende Materie als Nahrung und sieht zu, ob sie gedeihen oder nicht.<\/p>\n<p>3 verschiedene M\u00f6glichkeiten werden erarbeitet, um sichere und zuverl\u00e4ssige Tests \u00fcber die Qualit\u00e4t der Nahrungspflanzen zu erlangen. Mithilfe dieser Methoden hat sich erwiesen, dass die Nahrungspflanzen, die heute auf dem Markt sind, mit wenigen Ausnahmen, als nicht biologisch vollwertig bezeichnet werden k\u00f6nnen. Selbstverst\u00e4ndlich steht diese bedauerliche Tatsache mit der Zunahme der sogenannten Abbauerscheinungen beim Menschen, beim Nutzvieh und bei den Kulturpflanzen in unmittelbarem, urs\u00e4chlichen Zusammenhang. Sie ist deshalb f\u00fcr die Entwicklung einer zuk\u00fcnftigen besseren Landwirtschaft von ungeheurer, grundlegender Bedeutung. Es ist jetzt die Frage, welhe Wege bestritten werden m\u00fcssen, um wieder zu einer lebensgesetzlich gesunden Nahrungspflanzen-Produktion zu gelangen, um die weitere Ausbreitung der Zivilisationskrankheiten der Menschen und des Nutzviehs zu verhindern und die Nahrung wieder zu dem zu machen, was sie eigentlich sein kann: Erhalten der Gesundheit, Verh\u00fcter der Entartung und bester Helfer des Arztes.<\/p>\n<p>Es hat sich n\u00e4mlich gezeigt, dass der biologische Zustand des Bodens, auf dem die Pflanzen wachsen, stehts genau dem Zustand der Pflanzen entspricht. Ist er schlecht, so sind auch die darauf wachsenden Pflanzen schlecht, ganz gleich, ob sie oberfl\u00e4chlich gesehen als normal oder gesund imponieren oder nicht. Es gen\u00fcgt also vollst\u00e4ndig, wenn wir in den Besitz biologischer Bodenpr\u00fcfungen gelangen, die ein echtes Urteil \u00fcber den Zustand des Humus gestatten. Der Humus ist n\u00e4mlich die wesentlichste Nahrung der Pflanze, er bestimmt ihren biologischen Wert.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr den Wert einer Pflanze als Lebensmittel ist entscheidend nicht ihr Gehalt an chemisch identifizierbaren Stoffen, sondern ihr Gehalt an spezifischer lebendiger Substanz und deren Gesamtwirkung auf den ern\u00e4hrten Organismus. 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