38. Artikel Frühjahr 1964

„Bodenfruchtbarkeit“

 In diesem Kapitel wird das Nur-Stoffdenken der damaligen Naturwissenschaft, das übrigens auch heute noch nicht vollständig überwunden ist, als Unvollkommenheit bezeichnet. Es werden immer nur Teile des Lebendigen gesehen und forschend behandelt woraus sich Antworten nur auf biologische Teilfragen finden lassen. Diese Ergebnisse werden dann als große Naturweisheiten ausgegeben. Dem gegenüber stand damals bereits der beginnende Wandel im naturwissenschaftlichen Weltbild vor allem in der Physik.
Da lösten sich seit Albert Einstein, Nils Bohr, Werner Heisenberg u.a.m. die Stoffe plötzlich auf und der Physiker Hermann Weyl konnte sagen „Der Stoff ist nicht, der Stoff geschieht!“. An die Stelle der Stoffe traten nun Kräfte, Energien unfassbare Wirksamkeiten.

Der biologische Landbau fordert an Stelle der Nur-Detailforschung auf Stoff-Ebene ein biologisches Ganzheitsexperiment, da das Leben nur in solchen nicht-stofflichen Begriffen, in den großen Wahrheiten des Zusammenlebens aller Lebewesen zu verstehen ist. Die biologischen Ordnungen,das Zusammenleben aller Lebewesen möglich machen, sind stofflich nicht zu beweisen.
Es wird darauf hingewiesen, dass der Druck von Dr. Ruschs Buch „Die Bodenfruchtbarkeit“ kurz bevorstünde mit einer weitgehenden Darstellung aller Grundlagen des organisch biologischen Landbaues und der Wegfindung heraus aus Kunstdünger, Pflanzenschutzgift, Kunstnahrung und Chemieuchung.

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