47. Artikel Herbst 1966

„Das höchste Gut ist die Gesundheit“

Dr. Hans Peter Müller zum 75. Geburtstag

Wir Menschen von heute erleben eine Zeit der Wandlungen. Alte Begriffe verschwinden, neue gestalten sich, auch die Gesetze der Gesundheit sind einer Wandlung unterworfen. Gesundheit war früher eigentlich nur das Freisein von Krankheit.

Die zunehmende Zivilisation hat nun allmählich Zustände mit sich gebracht, die offensichtlich großen Einfluss auf die sogenannte Grundgesundheit haben. Es lässt sich nicht mehr abstreiten, dass diese sogenannten Zivilisationskrankheiten zugenommen haben und weiter zunehmen.

Die Gesetze der Gesundheit von denen die frühere Medizin wenig wusste, treten immer mehr in den Vordergrund und ergeben folgendes Bild:

  1. Gesundheit ist biologische Ordnung: im Falle des Menschen ist es die Ordnung in der Zusammenarbeit sämtlicher Zellen und Gewebe.
  2. Gesundheit ist vorbildliche Funktion einer jeden Zelle im Zellenstaat „Mensch“. Ein Mensch ist nur so gesund, wie alle seine Zellen.

 

Beide Ordnungen sind voneinander abhängig: wenn auch nur ein einziger Zellverband seine Pflicht nicht erfüllen kann, gibt es keine vorbildliche Ordnung im Zellenstaat und der Körper kann nicht gesund sein. Aus diesen Erkenntnissen lässt sich ableiten, worauf es vor allem ankommt, wenn man gesund werden oder bleiben will.

Und wie kann man darauf einwirken die Gesundheit zu haben?

Man muss Ordnung in sich aufnehmen, wenn man in Ordnung bleiben will. Um die vorbildliche Funktion (die Grundlage aller Gesundheit) jeder Zelle zu erhalten, muss den Zellen gesunde, lebende Substanz zugeführt werden, wie sie nur die gesunde Pflanze und das gesunde Tier hergeben können. Beide aber müssen auf gesundem Boden stehen, der unbeeinflusst von künstlichen – chemischen Mitteln im Ablauf seiner Fruchtbarkeitsbildung nicht gestört wurde.

Und diese Gesundheit, die eigentliche Grundgesundheit, die kann uns kein Arzt und kein Tierarzt schenken, sondern nur die Ordnung der Natur.

Wer sie zerstört, der ist verloren, der zerstört sich selbst.

Des weiteren kann man dafür sorgen, dass unsere Lebensführung und unser Verhältnis zu der Umwelt und den Mitmenschen in Ordnung ist. Allerdings gibt es da keine allgemeingültigen Rezepte – das muss ein jeder mit sich selbst ausmachen.

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